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Buch IV- Drittes Hauptstück.
gelegcnheiten und erwiederten: sie würden keine spanische In- i!quisition einführcn noch zur Annahme des katholischen Glau- 'sbcns zwingen. Alle Bemühungen des Kursürstcn so den Ab- !schluß des Friedens aufzuhalten waren erfolglos und reizten nur §noch stärker gegen ihn, um so mehr, da er sich gegen Schwe- !den auch der Katholiken Livlands annahm').
Die Schweden suchten ihn nun um das von ihnen nochbesetzte Elbing zu bringen, welches ihm im bromberger Vertragepfandweise zugesichert war, obwohl das nicht ausdrücklich im Ver-trage stand. Sie wollten es entweder selbst behalten oder esjedenfalls, unter dem Vorwände, daß er es nicht erobert habe,nicht ihm, sondern eher den Polen übergeben, wogegen derKurfürst die von ihm zu räumenden pommerschen Plätze auchnicht den Schweden, sondern den Polen überliefern wollte.Diese hätten des Kurfürsten Ansprüche auf Elbing gern mitden ihm zugcsi'cherten 400,000 Thalern abgclöst, allein sievermochten nicht diese Summe aufzubringen, und es kamüber diese Angelegenheit fast zum Bruche, bis der französischeGesandte vermittelte und die Schweden dreizehn Stunden (von9 Uhr früh bis 10 Uhr Abends) zubrachten, eine Versicherungs- ?formet für den Kurfürsten zu entwerfen, die undeutlich und izweideutig genug wäre. Der Kurfürst hätte seine Ansprücheauf Elbing gern gegen Braunsberg und Mewe an den Bischofvon Ermeland, ja für das einzige Amt Neuburg vertauscht,doch ohne Erfolg. Die Polen sicherten ihm zwar die Auslie-ferung Elbings zu, sobald die Schweden abgezogen sein wür-den, allein zu gleicher Zeit versprachen sie insgeheim den Schwe-den, das werde nie geschehen. Es geschah auch nichts.
3. Mai So wurde der Friede zwischen Polen, dem Kaiser und1660 dE Kurfürsten einer - und Schweden andererseits bald abge-schlossen und für beiderseitige Unterthanen wegen Lheilnahmean dem Kriege allgemeines Vergessen und Wiedereinsetzung m
1) kuksnäork VIII. 68. Schwedischer Bericht in avtis pacis 0Ü-vens. 1. II. p. 359. Da wird gar behauptet, Friedrich Wilhelm habe sich,eben um ein Abbrechen der FriedcnLverhandlungen zu bewirken, mit demKaiser für die Katholiken in Livland verwendet.
Ls kukensorl VIII. 69 ff. pscis Olivena. II. p. 357. Vgl.Lengnich VII. p. 241 ff. u. 257 ff. I