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2 (1837) Von 1640 bis 1688
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Friede von Oliva.

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Rhein zu schicken, wenn die beiden Kurfürsten von Mainz undKöln den Franzosen den Durchzug gestatten würden; alleinmehrere der mächtigsten Reichsfürsten schrieben an FriedrichWilhelm, er möge wegen Pommerns den Frieden nicht auf-haltcn, und gaben ihm zu verstehen, er sei Schuld an der Ver-zögerung. Der Kurfürst stimmte daher seine Federungen, ob-wohl ungern, stufenweise herab, auf Stettin, die Odermündun-gm und die Zölle auf dieser; endlich gab er auch Stettin auf,dem Rathe des Kaisers gemäß, da Beide fürchten mussten,während alle Übrigen zum Frieden eilten, allein auf dem Platzezu bleiben; doch hielten Beide noch zusammen '), obwohl derKurfürst sich den Schweden, wenn auch ohne Erfolg, zu nähernsuchte. Selbst die Nachricht von dem (am 23. Febr. erfolg-ten) Tode des Königs Karl Gustav wirkte sehr wenig auf Po-len, welches um jeden Preis baldigen Frieden wollte. Dieschwedischen Gesandten setzten die Friedensverhandlungen un-gestört fort, sogar ohne neue Verhaltungsbefehle abzuwarten.Friedrich Wilhelm und Dänemark hätten gern ihre Federun-gen um etwas höher gespannt, doch von den Gcneralstaaten,Frankreich und England bedrängt, entfiel Dänemark der Muthganz"). So wurden am 23. März die bereits im Wesentli-chen zu Danzig verhandelten und abgeschlossenen Fricdcnsver-handlungen in Oliva fortgesetzt und bald dem Schlüsse nahegebracht.

Eine neue Verwickelung bot der Streit über die Rechteder Evangelischen in Polen, da diese von den ^Katholiken hartgedrückt wurden. Der Kurfürst erklärte eifrig, was ihnen Gu-tes oder Böses geschehe, sehe er an, als sei es ihm geschehen.In diesem Puncte stand er gegen seinen Verbündeten, denKaiser, und mit seinen heftigen Gegnern, den Schweden. DiePolen wollten keine Einmischung Fremder in ihre innern An-

ihre Nachzügler von den Bauern erschlagen wurden. 1'deatr. Lurox. IX.x. 13.

1) kufenüork VIII. 63 u. 68.

2) Der Kurfürst bemühctc sich auf alle mögliche Weise den Abschlußaufzuhaltcn und deshalb vorzüglich wollte er Dänemark zugczogen wissen,und mahnte dasselbe vom Frieden ab. kukcnllork VIII. 65 u. 66.Diarium Danicum in actis pacis Oliv. II. p. 504 ff.

Stenzel Gesch. d. Preußisch. Staats. II. 11

6. März1650