Ragoczy in Polen.
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Brandenburg und Schweden käme '). Zugleich suchte er denKosakcnhetmann Chmielniczki, die Tataren und die Türkengegen Polen und Rußland zu reizen, doch ohne wesentlichenErfolg. Ragoczy's Theilnahmc brachte nun den Kaiser dahin, i- Dccbr.daß er ein Schutz - und Trutzbündniß mit Polen schloß ^), 1656Dänemark gegen Schweden immer stärker aufrcgte und sichzugleich mit den Generalstaaten bemühete den Kurfürsten Fried-rich Wilhelm vom Bunde mit Schweden abzuziehcn. Unter-dessen waren die Großpolen, gereizt, daß General Derfflingerdas Kloster ^Priment und das Städtchen Bomst eingenommenund über 1000 Polen niedergchaucn hatte, verheerend in Pom-mern und die Neumark eingefallen, was die neumärkischenStände bewog, einen zweimonatlichen Waffenstillstand mit den 12 . Dcbr.Polen zu schliessen und die noch von den Brandenburgern be- 1656setzten Städte Deutschen und Meseritz zu räumen, worauf sichdie Polen ebenfalls zurückzogen '). Der Kurfürst war sehrausgebracht darüber, daß seine Unterthanen es wagten ohneihn zu handeln, während seine eigenen Räthe das mit derNoth entschuldigten, in der sich das Land befand.
Je mehr der Kurfürst die Gefahr Karl Gustavs und da-mit seine eigene erkannte, um so behutsamer war er in seinenSchritten. Er erfuhr bald, daß der Krieg zwischen Dänemarkund Schweden sicher ausbrechcn würde. Mit dem untaugli-chen Ragoczy, der im Januar gegen Polen anrückte, wollte er <">uarauch wegen der Pforte und Österreichs nichts zu thun haben 1657und trat nur äufserlich mit ihm in freundliche Verbindung, Februarum ihn auszuforschcn '). Österreich und Polen droheten dem 1657Kurfürsten und schmeichelten ihm zugleich °).
1) lulendork VI. 62. Oaiolns Vust. IV. 10. Auch Ra-goczy war voller Mistrauen gegen Karl Gustav. 1erIo n I. p. 20. Daßübrigens nicht erst im Januar 1657, wie Pufendorf angibt, sondernim November 1656 zwischen Ragoczy und Karl Gustav abgeschlossen wurde,zeigt lerlo n p. iS. Doch war es kein förmlicher Vertrag. Das. p. 37.
2) kulendork VI, 63.
3) Kudu cv sie! p. 285. kuksndork VI. 43.
4) kulendork VI. 62. Er schickte !wn Grafen Waldeck zu ihm.lerlon I. p. 40.
5) kulendork Ourol. Eust. IV. 20.
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