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2 (1837) Von 1640 bis 1688
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Buch IV. Drittes Hauptstück.

seinerseits wenigstens insofern die Polen, als er die Vermit-telung des Friedens zwischen ihnen und den Kosaken undBrandenburg versprach, 4000 Mann in ihren Sold gab undauch Werbungen in seinem Lande gestattete. Karl Gustav wendetesich zwar gegen die polnische Armee bei Danzig, bedrängte sieDcccmbcr und schlug mehrere einzelne Abtheilungen, doch die Danziger

1656 wiesen viele Angriffe glücklich ab und schritten an einzelnenJanuar Punctcn selbst angreisend vor. Nun fügte ihnen Karl Gustav

1657 mit Durchstechung der Damme im Werder großen Schadenzu und suchte sogar durch versenkte Schiffe die Weichsel gegendie Nogat abzuleiten, doch vergeblich ^). Als er bald sah,wie übel es mit seiner Angelegenheit stand, als in Polen beidem allgemeinen Abfälle ihn selbst der Unterkanzler Radzie-jewski verricth, indem er die Kosaken abwendig von den Schwe-den zu machen und zur Vereinigung mit Johann Kasimir zubringen suchtet, so wollte er das Äufserste versuchen.

Georg Ragoczy, Fürst von Siebenbürgen, hatte schonvor dem Ausbruche des polnischen Kriegs Verbindungen mitKarl Gustav angeknüpst und seit dem Beginne desselbenauch dem Kurfürsten seine Freundschaft angetragen. Seitdemim Mai des Jahres 1656 der Aufstand der Polen gegenSchweden ernstlicher geworden war, hatte sich Karl Gustavmit ihm in nähere Verbindung gesetzt^). Ragoczy wünschteim glücklichen Falle die Krone oder doch einen möglichst großenLH eil Polens für sich zu erhalten. Als Karl Gustav sah, erallein werde Polen nicht behaupten können, hatte er dem Für-sten anfänglich den größten Theil von Roth-Rußland, dannnoch Podolien als schwedisches Lehn angeboten. Wie aber dieRussen Livland angriffen, der Kaiser sich regte und die TürkenNovember gegen Ragoczy reizte, die Gefahr also immer höher stieg,

1656 gab Karl Gustav nach, daß dieser den größten Theil von Po-len mit dem königlichen Titel erhielte, während ein andererTheil an den Fürsten Radziwill, das Übrige an die Kosaken,

1) Gralath II- S. 56S.

L) kukenäork 6arolus 6ust. III. 42.

3) lUemoir« «tu rbevalisi- cle Perlon 1.7. P. 13 ff., wo ausführ-liche Nachrichten darüber sind.