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2 (1837) Von 1640 bis 1688
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Schlacht bei Warschau.

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den letzten entscheidenden Schlag zu vermeiden und Verhand-lungen anzuknüpsen; doch ihm ward die stolze Antwort: wenner sich zu den Füßen des Königs niedcrwerfe, so wisse mannoch nicht, ob er Gnade finden werde; ja Johann Kasimir sollsogar in leidenschaftlicher Aufwallung gedrohet haben, den Kur-fürsten in ewiger Gefangenschaft halten zu wollen').

Anfänglich hatte Karl Gustav den Plan, die Polen aufdem linken Ufer vor Warschau anzugrcifen, weshalb auch schoneine Brücke über die Weichsel geschlagen worden war; als eraber erfuhr, die Feinde rückten auf dem rechten User an, sojagte er die Lithauer, welche links von ihm bis Ostrolenka undPultusk vorgedrungen waren, zurück, dann zog das etwa 20—

25,000 Mann starke vereinigte Heer sogleich über den Bug, 27. Juliam rechten Weichselufer hinaus gegen das etwa 40,000 Mann 1656starke polnische Heer, welches auf derselben Seite in sichererSiegcshoffnung vor Praga in Verschanzungcn lagerte. Sobalddie Verbündeten dem Feinde gegenüber waren, ordneten sic denAngriff. Den rechten Flügel gegen die Weichsel führte derKönig, den linken Flügel, die Brandenburger mit einigenschwedischen Geschwadern, der Kurfürst; unter ihm befehligtedie Reiterei der Gcnerallieutenant Georg Friedrich v. Waldcck,das Fußvolk und Geschütz der Generalfeldzeugmeistcr v. Sparr.

So rückte das verbündete Heer durch den Wald von Biallo- 28. JuliIcnka, drängte fechtend den feindlichen Vortrab bis in dieSchanzen zurück, wurde hier mit starkem Geschützfeuer empfan-gen, zog sich bei hercinbrechender Nacht etwas zurück und la-gerte sich nahe vor dem Feinde, fast unter dessen Kanonen.

Als der König mit dem Kurfürsten am folgenden Morgen die 29 . JuliStellung der Polen genauer erkannte und einsah, er werdewegen einer vom Feinde auf dem linken Flügel der Verbün-deten besetzten Anhöhe die dadurch starke Stellung nicht mitErfolg vorn angreifen können, so liesscn sie das gcsammte Heerweiter links durch den Wald ziehen, wo die feindliche Stellungschwächer schien. Der Kurfürst nahm fast ohne Widerstand

1) kukenäori VI. 36. Kuäan»Ici p. 253 leugnet diese Dro-hungen. Lcrgl, ksstoriug VII. p. 759. Mehr als im Texte wirdman wohl nicht annchmen dürfen.