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Buch IV. Drittes HauptstüL.
von Polen den Abschluß seines Bündnisses mit den Schwe-den an, unter Betheuerungcn, wie sehr er den Frieden wün-sche, wie eigene Gefahr und die Drohungen der Polen ihndazu genöthigt hätten, wie er denn aus aufgefangenen Brie-fen gesehen, daß Czarneczki den Befehl erhalten ihn feindlichzu behandeln. Sehr aufgebracht leugnete das Johann Kasimir,vielmehr habe er dem Czarneczki besohlen Preussen zu schonen.Drei Gesandte an den Kurfürsten hatten keine Antwort, dervierte kaum einen Empfangschein erhalten. Er befahl demKurfürsten, binnen drei Tagen sein Heer über die polnischeGrenze zurückzuziehcn, sonst werde jede Verbindung als gelöstund der Kurfürst als Feind angesehen werden'). Auch derSenat erließ ein drohendes Schreiben an den Kurfürsten, dersich gegen die Generalstaaten entschuldigte, er habe den Polen Ihelfen wollen, aber keine Unterstützung gefunden. Die Hollän- !der nahmen aber seinen Bund mit Schweden so übel, daß !selbst die manische Partei einige Zeit hindurch nicht wagte !seine Angelegenheiten zu unterstützen '). ^
Unterdessen widerstanden die Bürger Danzigs, welche ihre ^Besatzung auf 8000 Mann gebracht hatten, allen Zumuthun-gcn, Versprechungen, Drohungen und Angriffen der Schweden,vertheidigtcn sich tapfer in zahlreichen Gefechten, hingen treu ^an Johann Kasimir und erwarben sich Verwendung und ^
Beistand der Holländer, welche die Freiheit des Handels auf >der Ostsee erhalten wollten ^). Die bis über 100,000 Mann !vermehrten Polen und Tataren belagerten Warschau, welches !
I. Juli die Schweden, nach neunwöchentlicher tapferer Vertheidigung, j16Ü6 übergeben mussten.
Jetzt brach der Kurfürst mit seinem Heere auf, stieß zumKönige bei Sakroczin und Nowodwor, am Zusammenflüsse desLug mit der Weichsel. Noch suchte der Kurfürst im Einver-ständnisse mit Karl Gustav, durch den französischen Gesandten,
1) kulenävrk VI. 33. kastorius VII. p. 574. Ituäawslcip. 253 ff.
2) Histoirv <!e 6oenei»e et lean äs Witt I. p. 67. kukenäortVI. 34 ff.
3) Gralaths Geschichte Danzigs II. S. 554.