Marienburger Bund mit Schweden.
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etwas bekommen, er selbst werde sich mit dem königlichen Preus-sen, Cujavicn, Samogitien und Krakau begnügen; JohannKasimir solle aus Lebenszeit Neusten oder Masovien, der ZaarAlexej Lithauen erhalten, das Übrige zwischen dem Kurfürsten,dem Fürsten Nagoczy von Siebenbürgen und den Kosacken ge-theilt werden. Der polnische Adel sei uneinig, Czarneczki fastallein halte es noch mit Johann Kasimir; Lubomirski wollemit Aufhebung des Königthums eine Adelsrepublik errichten ').Nach vielen Verhandlungen, bei denen die Aufrechthaltung desevangelischen Glaubens gegen die Katholiken schwedischer undbrandenburgischer Seits wie gewöhnlich sehr in Anschlag ge-bracht wurde, sobald man anderen Entwürfen dabei nichts ver-gab, schlossen beide Theile endlich ihren Bund zu Maricnburg.Zweck desselben sollte Herstellung des sicheren Friedens in Po-len sein. Dazu verbinden sich beide Theile gegen die FeindeSchwedens in Polen mit Ausnahme der Moskowiter und desHerzogs Jakob von Kurland (des Kurfürsten Schwager) zumSchutze des kurfürstlichen Preussens. In Polen sollte der Kö-nig, in Preussen der Kurfürst die Kriegsangelegenheiten leiten,dieser 4000 Mann, halb Fußvolk, halb Reiterei, zu des Kö-nigs Verfügung, der König dagegen im nöthigen Falle 6000Mann für den Kurfürsten stellen, welcher sich ausserdem ver-pflichtete, nur mit Wissen und Willen des Königs mit denbeiderseitigen Feinden zu verhandeln oder abzuschliessen. Ineinem abgesonderten Artikel versprach der Kurfürst, in dem lau-fenden Jahre dem Könige nicht nur mit 4000 Mann, sondernmit seiner ganzen Macht beizustehen, mit der auch die zuge-sagtcn Hülfstruppen (4000 Mann) vereinigt bleiben sollten.In geheimen Artikeln trat der König, zum Ersätze der Kriegs-kostcn, dem Kurfürsten die Palatinate Posen und Kalisch ausserwenigen Abzweigungen, ferner Lencicz und Siradien nebst demLande Wielun erblich mit aller Landeshoheit ab; endlich wurdenBestimmungen des Lehnsvertrags in vielen Puncten günstig fürden Kurfürsten verändert ^).
Der Kurfürst zeigte sogleich dem Kaiser und dem Könige
1) ?uk-n^oi-I VI. 20— 24.
LZ.Juni
1656
1-LuH
2) Du Mont. VI. k. II. p. i36. ttuänwski p. 264. ?nk«n-tlork VI. 26.