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2 (1837) Von 1640 bis 1688
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Buch IV. Drittes Hauptstück.

. Obwohl der Kurfürst eine Verbindung seiner Lander inder Mark und Pommern mit Ostpreussen wünschte, so suchteer doch zu zeigen, wie wenig eine völlige Zerstückelung Polens,welche Karl Gustav bereits bezweckte, ausführbar wäre undsich auf die Dauer behaupten lasse. Vorzüglich wollte er wis-sen, wie weit darin der König zu gehen beabsichtige. Als dar-über die kurfürstlichen Gesandten wie gewöhnlich die Verhand-lungen in die Lange zogen, die Umstande aber drängten, KarlGustav durchaus von keinem Frieden mit Johann Kasimir hö-ren, diesen vielmehr in keinem Falle wieder wollte emporkom-men lassen, so sagte er entschlossen zu Waldeck: Eins sei noth-wendig, daß der Kurfürst entweder Freund oder Feind sei. Erwerde seinerseits Alles halten, was er versprochen. Über Jü-lich könne er nicht verfügen, weil er nicht Haupt des Hausessei, allein er wolle den besten Theil Polens dem Kurfürstengeben; daher solle dieser ihm zur Unterwerfung Danzigs bei-stehcn, weil das zur festen Behauptung Preussens nöthig sei,und dafür einen Theil am Zolle erhalten.

Der Kurfürst aber wollte eben die Sachen nicht auf dasAusserste kommen, Polen, obwohl es auf ihn ausserordentlich er-bittert war'), nicht untergehen und Schweden nicht triumphiren,sondern, während er sich möglichst fcstsetzte, Beide sich durch denKrieg schwächen lassen, wobei er selbst im Verhältnisse mäch-tiger wurde. Daher schlug er nun vor, Großpolen als Un-terpfand für den Ersatz des im Kriege erlittenen Schadens vomKönige übernehmen zu wollen, um, wenn die Republik herge-stellt würde, dasselbe dieser gegen Ablösung zu überlassen, würdesie gctheilt, es selbst zu behalten. Der König weigerte sichdarauf einzugehen, erklärte vielmehr, da er allein Polen nichtbehaupten könne, wolle er es theilen, und, wer helfe, solle

I) In welchem Grade die Polen das waren, zeigt die heftige Denk-schrift, welche ihr Gesandter dem Kaiser Ferdinand überreichte. Sie schaltenden Kurfürsten einen Meineidigen, der mit Stumpf und Stiel ausgerottctwerden müsse. Der König werde auch dessen deutsche Provinzen angrei-fen. Hwatr. kdirop. VIII. p. 871. Wirklich haben sie auch in Pom-mern zwei Städte und 50 Dörfer zerstört, knkenü. VI. 4?. Daß dasvor der warschauer Schlacht und dem marienburger Bunde geschehen, zeigt8- St-