Westphälische Friedensverhandlungen. 49
eint mit Frankreich in den Kurfürsten, die Generalstaaten moch-ten es auch nicht auf das Aufferste kommen lassen, die Rcichs-stände wollten vor allen Dingen Frieden, und Trautmannsdorf,der Schweden gern gegen Frankreich zu gewinnen suchte') undPommern ohnehin preisgegeben hatte, war aufrichtig genug,zu erklären, der Kaiser könne dem Kurfürsten auch für denäußersten Fall Pommern nicht sichern und der Krieg deshalbnicht fortgesetzt werden; er möge sich fügen und Gott danken,daß er noch Hinterpommern erhalte ^). Er wies auch 100,000Thlr., welche ihm der Kurfürst dafür bot, wenn er ihm ganzPommern verschaffe, ehrlich zurück').
Da erst gab dieser und zwar, wie er sagte, auch nur desFriedens wegen nach, einen Theil Pommerns, in keinem Falleaber Stettin abtreten zu wollen. Immer weiter gedrängt sichbestimmter zu erklären, willigte er ein, anfänglich die halbe,dann die ganze Insel Rügen, dann noch die zwei Ämter Trib-4, Novbr.bestes und Barth abzutreten, verlangte aber allein dafür als 1646Entschädigung die Bisthümer Magdeburg, Halberstadt, Os-nabrück und Minden, und die Fürstcnthümer Glogau, Sä-gern und Jauer, sicher mehr als das Zwanzigfache dessen, waser aufgab. Daher erwicderte der erstaunte Johann Oxenstiernaunwillig, auf solche Vorschläge könnten die Schweden gar nichtsantworten, als daß sie mit dem Kurfürsten alle Verhandlungenabbrechen müssten, mit denen ihm die Zeit nur vergeblich verschwen-det werde. Wirklich brachen sie alle unmittelbare Verhand-lungen ab und gaben nur nach, daß der französische Residentim Haag Saint Romain mündlich mit ihm verhandele'). Aufdie Vorstellungen des andern schwedischen Bevollmächtigten,des dem Hause Oxenstierna sehr abgeneigten Salvius'), befahlzwar die Königin Christin«, die schwedischen Foderungen noch
1) kufenäork äs red. suecicis XVIIl. 78. u. äe red. xest.kHäerici Wildediä II. 40—48.
2) dleiern III. 739 f. kulenäork II. 36.
3) Vukeiiäork II. 65.
4; Neier» III. 743. u. V. 589. kutenäorf äe red. suecicii,
XVIII. 157.
5) kukeaäork äs red. suee. XVIII. 158.
Stenzel Gesch. d. Preussisch. Staats. II.
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