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2 (1837) Von 1640 bis 1688
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Westphälische Friedensverha » dlungen.

friedigen. Glücklicher Weise waren damals noch so viele an-sehnliche geistliche Stifter vorhanden, um zur Ausgleichung derverschiedenen Ansprüche zu dienen und man griff daher nochnicht, wie spater, zu den Reichsstädten, dann zu dem Reichs-adel, endlich zu den kleineren Reichsfürsten. Und wenn nurnoch Deutsche deutsches Land, mit Recht oder Unrecht, genom-men, aber das gesammte Reich gegen das Ausland verthei-digt hatten, so wäre das Unrecht noch zu ertragen gewesen,denn mit welchem Rechte war das Reich so zerstückelt worden;allein damals, wie später, waren es die Fremden, die Fran-zosen hier in Vereinigung mit den Schweden, welche eigent-lich über den Frieden hauptsächlich verfügten. Wie später deut-sche Fürsten mit deutschem Gelde nach Paris reisten, um durchsolche Vermittelung ihre Länder zu retten und auch wohl aufKosten anderer deutschen Reichsstände zu vergrößern, so wen-deten sie sich jetzt vorzüglich an die geldarmen schwedischenGesandten, die gern bereit waren für deutsches Geld deutscheLänder zu verkaufen. Suchte auch Österreich, vorzüglich dertreffliche Trautmannsdorf, welcher endlich anlangte, ein deut- 29. Nov.sches Nationalgefühl, allerdings hauptsächlich für Österreich, 1645auch als das Reichshaupt, zu wecken und gegen Frankreichund Schweden zu wenden, so war doch das Mistrauen derfrüher hart bedrängten Protestanten gegen das katholische Öster-reich zu tief gcwurzelt, die Eifersucht der einzelnen Reichs-stände gegen einander zu groß, das Übergewicht der schwedi-schen und französischen Waffen über den Kaiser in den letzterenJahren des Kriegs zu offenbar und die allgemeine Erschöpfungzu drückend, als daß man nicht zuletzt im Allgemeinen denFrieden um jeden Preis erkauft hätte.

Bei weitem der wichtigste Gegenstand für den Kurfürsten,auch in vieler Hinsicht für die gesammten Friedcnsverhandlun-gen bedeutend, war die Frage über Pommern. Schwedenwar entschlossen es ganz oder doch den wichtigsten Theil dessel-ben zu behalten; der Kurfürst dagegen, dem es durchaus undunbestritten rechtmäßig gehörte, es überhaupt nicht und jeden-falls nicht Stettin mit den Odermündungen aufzugeben. Schwe-den suchte sich den Besitz Pommerns auf jede nur möglicheWeise zu sichern, Friedrich Wilhelm in dessen Besitz zu gelangen.