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Buch IV. Erstes Hauptsiück.
Juli Frankfurt, Krossen, Züllichau und Gardeleben geräumt'), und
1644 der Kurfürst ließ sich daher durch keine Anreizung des Kaisersund der Danen bewegen mit diesen zu brechen °).
29 . Oct. Auf französische Vermittelung erhielt er, durch Vertrag mit
1644 der Landgrasin Amalie von Hessen, die Räumung des von
März den hessischen Truppen sehr gedrückten Thcils des Klcvcschcn
1645 Goch und Kalkar und ließ hier, zur Besetzung der festenPlätze, sogleich drei Regimenter zu Fuß werben, wodurch erin lebhafte Handel mit den eifersüchtigen Hessen gerieth, welchedaher auch Lippstadt bis zuin Frieden besetzt hielten. Schonim I. 1644 hatte er seine Garde zu Roß bis auf 1200 Mannverstärkt und im I. 1646 warb er, angeblich wegen der Feier-lichkeiten zu seiner Vermählung, 300 Reiter und 500 Mus-ketirer zur besonder» Leibgarde '). Diese kleine, im Ganzenverhältnißmäßig nicht zu starke, doch immer schon ansehnlicheVermehrung seiner Truppen bis auf 8000 Mann musste erauch bei dem argwöhnischen Kaiser mit der Nothwendigkeitentschuldigen, welche seine Lage mit sich bringe °).
August Der Krieg nahm unterdessen seinen wechsclvollen Gang.
1644 Torstenson drang aus Holstein wieder bis Sachsen vor. Daskaiserliche Heer unter Gallas wurde durch Märsche und ein-zelne Gefechte fast völlig aufgerieben. Während dem eroberten
Mai Juni die Kaiserlichen in Schlesien, unter Götz, die von den Schwe-
1645 den besetzten Festen Trachenberg, Schweidnitz und Wohlau,mussten aber von Groß-Glogau und Olmütz, aller versuchtenStürme ohnerachtet, abziehen, worauf Torstenson das kaiser-
24. Fcbr. liche Heer unter Götz bei Jankowitz in Mähren schlug und
1645 den Kaiser, der sich aus dem bedroheten Prag nach Wien be-
März geben hatte, bald nöthlgte nach Grätz zu flüchten, worauf der
1) kussil>1orkl, 45. Die Verhandlungen dauerten seit Dccem-ber 164Z.
2) k nten el o rs II. 12.
Z) keikenäort I. 47 u-48. Die Räumung selbst erfolgte erst imMärz 1645. Kleinodes et ne^ociations secretes touellailt la puix ilskleinster et ä'Osneebi uck 1. II. 186.
4) Stuhrs Kriegsverfassung l. S. 154.
5) ?ukeȊork I. 53.
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