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Bnch IV. Erstes Hauptstück.
auf das ihm als Coadjutor seines Vaters verliehene Johanni-terhecrineisterthum und auf mehrere seinem Vater für 40k>,000Thaler verpfändet gewesene Domainen. Beides verweigerteihm der Kurfürst, weil aufgefangene Briefe bewiesen, daß erden Kaiser gegen den Kurfürsten und die Stande der Markals schwedisch Gesinnte cinzunehmen suche. Er wurde deshalbverhaftet, entfloh nach Wien und erhielt später, auf kaiserlicheVerwendung, vom Kurfürsten 300,000 Thaler für alle vonihm gemachten Ansprüche.
Dem Andenken des unter Georg Wilhelm so mächtigen,dann seit fast zwei Jahrhunderten schwer verunglimpften Man-nes ist erst vor wenig Jahren sein Recht geworden '). Schwar-zenberg musste den verdoppelten Haß seiner Umgebung unddann der Nachwelt so lange tragen, weil er noch dazu keingcborner Brandenburger und katholisch, als mächtiger Mini-ster seinen schwachen Herrn veranlasste eine Bahn einzuschla-gen, die den Evangelischen, den damals natürlichen Feinden-Österreichs, dann auch den Absichten des Nachfolgers durchausentgegen war. Dies dürfte unter den damaligen Umständenein für ihn sicher in mannichfacher Hinsicht zu entschuldigen-der Fehler sein. Die ihm nicht mit Unrecht gemachten Vor-würfe des Eigennutzes werden gemindert, weil sich unter glei-chen Umständen nur sehr selten Staatsmänner rein erhielten.Abgesehen davon, zeigte er sich in den von ihm noch vorhan-denen eigenen Rathschlägen als vorsichtiger, einsichtsvoller undkräftiger Staatsmann, der unter anderen Umständen in dieserBeziehung ein ehrenvolles Andenken hinterlasscn haben würde.
Der Kurfürst, welcher bereits kurz vor Schwarzenbergs1. März Tode den von diesem früher heftig verfolgten Samuel von Win-1641 terfeld wieder in seinen geheimen Rath berufen hattet, über-April gab jetzt das Statthalteramt, jedoch mit mehrfachen Beschrän-1641 kungen, namentlich, nichts ohne Rath, Vorwisten und Zustim-
1) Durch das oft angeführte Werk Cosmars, dessen Fleiß undUnparteilichkeit sehr zu loben sind, wenn gleich die Zusammenstellung derLhatsachen, überhaupt die Behandlung des Stoffs wohl hätte angemesse-ner sein können.
2) Cosmars Staatsrath S. 172 ff. u. 339. WInterfcld wurdeM I. 1642 Director des geheime» Raths u. st. 1643.