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2 (1837) Von 1640 bis 1688
Entstehung
Seite
23
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Regierungsantritt.

Lj

Einzige, der dem Befehle des Kurfürsten gehorchte. Der Oberst 12 . Fcbr.und Commandant von Spandau, Moritz August v. Rochow 1641und die Obersten Dietrich v. Kracht in Berlin und HermannGoldacker in Peitz weigerten sich dem Kurfürsten allein zuschwören, aus dem sehr triftigen Grunde, weil sie zugleichdem Kaiser verpflichtet waren. Vergeblich stellten ihnen dieCommissarc vor, das bezich'e sich nur auf die Zeit, wäh-rend die Truppen mit Gallas im Felde gewesen wären, habeaber aufgehört, seitdem sie Commandanten brandcnburgischcrFestungen geworden (was doch mit Goldacker nicht der Fall,da in Peitz der brandenburgische Oberst von Trotte Cvmman-dant war). Rochow erklärte Spandau zwar dem Kurfürstenerhalten zu wollen, weigerte aber die ausschliessliche Eideslei-stung an den Kurfürsten, ehe ihn der Kaiser seiner Pflicht ent-lassen, und schlug für diesen Fall vor, seinem Regiments, wel-ches kaiserliche Fahnen führte, brandenburgische zu geben.

Aus diesem Verfahren und als der von ihm früher (1636)verfolgte Bruder des kurfürstlichen Erziehers, Gerhard Rume-lian von Kalchun, gleich nach dem Regierungsantritte FriedrichWilhelms, aus seiner Verbannung, zugleich ebenso Sigismundvon Götze, Beide von der schwedisch gesinnten Partei, wieder inden geheimen Rath berufen wurden'), sah Schwarzenberg sehr 13. Dcc.wohl ein, daß er das Vertrauen seines neuen Herrn nicht bc- 1640sitze, wollte daher abdanken oder wenigstens die Kriegs- undContributionssachen abgeben, wurde bald krank, und Nachrich- Februarten, welche er aus Regensburg, wahrscheinlich über die ihm 1641bevorstehende völlige Ungnade erhielt, erschütterten ihn so sehr,daß er nach wenigen Tagen unerwartet schnell starb und in 14. MärzSpandau begraben wurde ^). Der Kurfürst befahl seine Pa-piere zu versiegeln, ohne daß wenigstens öffentlich etwas voneigentlicher Veruntreuung oder gar von Verrath bekannt ge-worden wäre. Sein Sohn, Johann Adolf, erhob Ansprüche

1) Cosmars Staatsrath S. 343. u. 186. Gerhard Rume-lia n von Kalchun genannt Lauchtmar wird oft mit seinem BruderJohann Friedrich verwechselt.

L) Der 4. Mai in Königs Berlin S. 23. ist wohl ein Druckfeh-ler, für 4.März alten Styls. kukenäort I. tz. 4. gibt 3. März, dochist dessen Werk leider voller Druckfehler.