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2 (1837) Von 1640 bis 1688
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Regierungsantritt.

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noch 6000 Mann übrig, welche wahrscheinlich, nach damaligerSitte, so viel kosteten, als wenn die Regimenter vollständiggewesen wären. Diese Truppen, welche mit ihren Befehlsha-bern dem Kaiser und dem Kurfürsten zugleich geschworen hat-ten, lagen in den Festungen Küstrin, Peitz und Spandau undin Berlin; ausserdem befand sich noch brandenburgische Be-satzung in Frankfurt und in Zossen. Da jene Truppen zurEroberung Pommerns geworben und zugleich dem Kaiser unddem Kurfürsten verpflichtet waren, so konnte sich der jungeFürst ihrer nicht frei bedienen. Die Schweden unter Liliehökstanden in Pommern, unter Axel Lilie in Mecklenburg, unterPfuhl in der Altmark, unter Stalhanß in Schlesien und derLausitz und bedroheten jeden Augenblick die Mark. Wie hochdie Noth im Lande selbst kurz vor dem Tode Georg Wilhelmsgestiegen war, haben wir bereits dargclegt ^). Dazu war allerHandel aus den von den kriegführenden Mächten verschlossenenFlüssen und Straßen gehemmt. Oft zwang nur der Hungerdie Heere zur Räumung ihrer in verheerten Gegenden einge-nommenen Stellungen.

Die cleveschen Länder waren zum Theile noch nebst ihrenwichtigsten Festungen Wesel, Rees, Emmerich, Schenkenschanzu. s. w. von den Holländern besetzt, für deren Unterhalt derKurfürst sorgen musste. Diese Länder waren sämmtlich soausgesaugt, daß sie die ihnen aufgebürdeten Lasten kaum ertra-gen konnten, neue dursten nur mit Bewilligung der Ständeaufgelegt werden und diese konnten dazu natürlich nicht geneigtsein. Geld war weder in den kurfürstlichen noch Landeskaffenvorhanden, und die Einrichtungen der neuern Zeit, über dasVermögen der Kinder, Enkel und Urenkel zu verfügen undihnen die Schuldenlasten der Ahnen aufzubürden, noch fernvon der spätem Ausbildung.

Die auswärtigen Angelegenheiten angehend, so hatte sichim Verlaufe der Jahre die österreichische und schwedische Machtweniger in ein Gleichgewicht gesetzt, als vielmehr, wie auf den

zur Zeit Friedrich Wilhelms des großen Kurfürsten. Th. 1. S. 152. fürdiese Zeit sehr brauchbar, leider nicht fortgesetzt.

1) Thcil I. S. 526.

Stcnzel Gesch. d. Preussisch. Staats II.

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