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Buch IV. Erste« Hauptstück.
er doch mit diesem auffcrlich in gutem Bernehmen, suchte des-sen Verwendung in mancherlei Angelegenheiten nach und bemü-Hcrbst hcte sich, noch von Königsberg aus, durch Schwarzenberg die1639 klevesche Statthalterschaft zu erhalten, wofür dieser sich auch,obwohl vergeblich (und wohl nicht ernstlich) bei dem Kurfür-sten verwendete. Mochte nun auch der so kluge Graf nicht ,ganz ohne Argwohn gegen den Prinzen sein, so betrog er sichdoch in diesem sehr und ahnete kaum, was ihm bald be-vorstand.
I. Dcc. Bei dem Tode des Vaters') befand sich der junge zwan-10-40 zigjährige Kurfürst in einer ausserordentlich schwierigen Lage.Preussen war allerdings glücklich genug, seit dem Stillständedes Jahres 1629 zwischen Polen und Schweden, vom Kriege iverschont zu sein, obwohl es früher viel gelitten hatte und zurErhaltung des im I. 1638 zur Eroberung Pommerns gewor-denen Heers, dann des in Königsberg befindlichen kurfürstlichenHofstaats nicht wenig beitragen musste. Viel unglücklicher war ^die Mark. Schon im Jahre 1639 waren die vom Kaiser unddem Kurfürsten geworbenen 11,600 Mann bis auf 9000 Mann ,abgedankt worden °); davon waren im folgenden Jahre nur ^
liche Angabe, er habe sich oder seinen Sohn dadurch zum Kurfürstenmachen wollen, doch gar zu gläubig nachgesprochen hat. Cosmar hatin seinem Schwarzenberg das in jeder Rücksicht Unhaltbare solcher Ver-muthungen oder eigentlich abgeschmackten - Geklätsches gezeigt.
1) Gewöhnlich wird mit Pufendorf I. §. Z als der TodestagGeorg Wilhelms der 20. November alten oder 30. Novbr- neuen Styls !angegeben, doch starb der Kurfürst am 21. Nov. alten oder I. Dec. neuen jStyls, wie Friedrich Wilhelm selbst in einem Rescripte: gegeben Königs- ^berg 2. Det. neuen Styls 1640 in Königs Berlin II. S. 20. angibt:Nachdem es — Gott gefallen, Unfern — Vater — am 1. Dec. st. n.Abends zwischen 6 und 7 Uhren aus diesem Leben abzufodern. Es herrschtin fast allen Geschichtswerken dieser Zeit eine arge Verwirrung in Bezie-hung auf den Gebrauch des neuen und alten Styls. Pufendorf be-dient sich fast immer des alten Styls. Ich habe mich bemühet immerdem neuen Style zu folgen; doch ist es wohl möglich, daß ich in cinzel- ^nen Fällen, wo es zweifelhaft war, geirrt haben mag, was aber auchbei dem Gebrauche des bei uns ungewöhnlichen alten Styls hätte eben sogut geschehen können.
2) (Königs) Alte und neue Denkwürdigkeiten der preussischen Armee.Berl. 1787. S. 27. Stuhr's brandenburgisch-prcussische Kriegsverfassung