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gesonnen wäre, Ihr regelmäßig alle Monate auf dem nach den eng»Uschen Reglements zulässigen Wege und selbst unter dem Einschlüsseder Minister zu schreiben.
Se. Exccllenz ließen diesen Brief unbeantwortet. Alle Ver-wendung war ohne Zweifel vergebens. So kam denn vielleicht dieVeranlassung oder gar der Befehl überm Meere her. Rastlos setzte ichnun, geschleppt von Stadt zu Scadt, von Commissair zu Commis-sair, von Gendarme zu Gendarme, meine Reise durch die Niederlandefort und wenn ich zuweilen fragte, was denn nur der Grund einerso harren Behandlung seyn könne? so war die ganz einfache Ant-wort, man habe -Ordre, wie denn auch in der Thac Niemand einMehreres zu wissen schien. Bei meiner Ankunft zu Aachen, aufpreussischem Gebiete, übergaben mich die niederländischen Agentenwie einen Ballen Waare gegen einen Empsanzschcin; die Preußenschafften mich nunmehr, gleichermaßen von Post zu Post, von Com-missair zu Commissair, von Gendarme zu Gendarmc eiligst weiterund wenn ich auch sie fragte, warum das geschehe, so antwortetensie ganz witziger Weise', sie wüßten es selbst nicht, aber man habemich ihnen ins Land geworfen, da würfen sie mich denn wieder hin-aus. Bat ich, bleiben zu dürfen, so erwiederten sic sehr höflich,sie möchten mich auf ihrem Gebiete nickt haben, und freundlichae-sinnte Menschen — man wird sehen, daß ich solche überall fand —raunten mir ins -Ohr, ich möchte dafür den Himmel danken undmein Glück ja benutzen, denn es wären schon französische Ver-bannte vor gar nicht langer Zeit bis an die Ufer des baltischenMeeres sortgeschleppt und dort in die Festungen cingcspcrrt worden.Ich erklärte jetzt, daß ich nach Frankfurt zu gehen wünsche; dasschien meinen Wirthen, den Herren Preusscn, angenehm zu seyn,denn, so sagten sie, das gehe ihnen dann weiter nichts an , undmir war es, nach dem was ich eben gehört hatte, meinerseits auchsehr lieb.
Ich habe nun, wenn auch nur mit sehr schwachen Farben, diemir wiederfahrne rohe und grobe Behandlung samt dem Kummerund den Leiden, welchen ich dadurch preißgegeben wurde, geschildert;nun wäre cs unbillig und undankbar und ick würde mich selbst umrin Vergnügen bringen, wenn ich die Vergeltung unerwähnt ließe,die ich dafür überall fast bei jedem Schritte erhalten habe.
Meine Geschichte halte vielen Lärmen gemacht, sie war sehr weitverbreitet und ging mir voran; die öffentlichen Blätter sprachen da-von. Man wußte, wem Ich gefolgt war, wen ich halte pflegenk. CaseL Tageb. ia. DV- 13