Druckschrift 
11 (1824)
Entstehung
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Hierauf Härten mich denn am folgenden Morgen noch vor Tages-anbruch plötzlich vier Menschen von der Polizei mir zwei Gendar-men aus dem Schlafe geweckt und meines Krankheiczuftandcö unge-achtet mir angedeutct, daß ich sogleich abreisen müsse. Umsonst seivon mir ein Arzt erbeten worden, der die Nothwendigkcic meineslänzcrn Verweilens bestätigen sollen. Man habe mir gesagt, daßman, um der Form Genüge zu leisten, dies wohl zugestchcn wolle,daß ich aber dennoch, welcher Meinung auch der Arzt scyn möchte,fort müsse. Man habe mich nun auch wirklich wie einen Misse«thätcr und halbtüdt durch einen Polizeiofftzier mit einem Gendarmennach Louvain tranüporcirr. AlS ich des Nachts noch kränker dorrangekommen, mit Zugpflastern bedeckt und vom Fieber befallen ge-wesen wäre, deshalb aber den folgenden Tag gern rasten mögen,sei der Bürgermeister so unmenschlich gewesen, mir meine desfalisigeBitte, drei in den stärksten Ausdrücken abgefaßter Erklärungen derLlerzte ungeachtet, abzuschlagen. Er habe selbst nicht einmal dieBitte gewährt, daß der Arzt mich wenigstens in meinem Wagenanstatt des Gendarmen, der zu Pferde folgen sollte, begleiten dürfe,und nur so viel erlauben wollen, daß der Arzc in einem zweitenWagen mitfahrcn könne, was ohne Zweifel nichts als Spott gewe-sen wäre.

Ich fügte hinzu, ich sei überzeugt, daß eine solche Behandlungnicht von ihm kommen könne, obschon bei den obwaltenden Ver-hältnissen er allein das Recht habe, über mein Schicksal zu verfü-gen, und zu vertraut mit der Gesinnung unsrer Nation, als daßich nur einen Augenblick glauben möchte, seine Instruktion würdedie Aechtung eines Menschen fordern, gegen welchen kein Grund undkein Gesetz zu einem solchen Verfahren vorhanden sei. Alle dieseMißhandlungen, welche ich erleiden müßte, würden mir mithin vonden Behörden des Landes zugefügt, in welche!» ich gleichwohl ei-gentlich nur als ein bloßer Reisender zu betrachten wäre, ich könneMithin wohl fragen, worinn mein Verbrechen bestehe und welchesRecht sie über meine Person hätten? Schlüßlich legte ich meineAngelegenheit, wobei- er vermöge seines Postens mein natürlicherBeschützer sei, in seine Hände, und um ihn noch mehr für michzu gewinnen, gab ich ihm Nachricht von Frau von Vertrand, derSchwester seiner Gemahlin, von welcher ich nur erst bei meinerAbreise von Dower Briefe erhalten hatte, mit den hinzugefügkenErbieten, daß wenn Frau von Latour du Pin ihrer Frau Schwesteretwas zu sagen haben sollte, was letztere sehr glücklich machen wür-de, ich solches mit dem größten Vergnügen bestellen wolle, da ich