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Nach einer dreitägigen Reise kam ied sehr spät in Brüssel an.Es war meine erste Sorge, zn der Polizei zu schicken, Nachrichtvon meinem Eintreffen zu geben und anzufragen, welchen Beschlußder Minister, auf den von Ostende auö an ihn gerichteten Brief,in Betreff meiner gefaßt habe? Die großmürhtge Erwiederungmeines unschuldigen Vertrauens bestand darinnen, daß man michsofort in meinem Gasthose einspcrrce und mit Ungeduld den An»bruch des TageS erwartete, um mir zu sagen, daß ich ohne denmindesten Verzug die Niederlande verlassen solle. Ich war sehrkrank, hatte Fieber und bat dennoch vergebens, daß man so mit-leidig seyn und mir nur einen Tag überden Aufenthalt gestatten möchte.Gewiß, es mußte sehr großen Nachtheil bringen, mich in Brüsselzu lassen, oder man mußte sehr geneigt seyn, mich auf eine barba-rische Weise zu behandeln, denn man gab mir keine Stunde Zeit.Ich wurde in einen Wagen, zwischen einen Polizeicommissar undeinen Gcndarme geworfen und so hinaus auf die Heerstraße gecrir»den. Die nunmehrigen nähern Zeugen des Zustandes, in dem ichmich befand, empfanden Mitleid und willigten darein, noch einige! Stunden anzuhalcen, damit ich ein wenig ruhen und mich verbinden
^ lassen könne; jedoch immer nur unter der ausdrücklichen Bedingung,
daß ich am folgenden Morgen in aller Frühe in Begleitung derhierzu bestimmten Aufseher weiter reisen müsse, was denn auchtreulich vollbracht und allen Zeugnissen und wiederholten Vorstel«lungen der Aerzte zum Trotz, von Stade zu Scadt so fortgesetztwurde. Bei dieser schrecklichen Behandlung glaubte ich mich nunan den französischen Gesandten In Belgien wenden zu müssen. Erwürde, so dachte ick, gewiß nicht ermangeln, sich gegen ein solchesVerfahren kräftig zu erheben, denn ohne allen Grund und unterVerletzung aller gesetzlichen Ordnung so mit einem Franzosen um»zugehen, der unter seinem Schutze stand, war doch offenbar eineseinem öffentlichen Charakter wiederfahrne Beleidigung.
Ich gab ihm daher von den Plagen und dem barbarischen Ver»fahren Kenntniß, das man gegen meine Person nur eben ausgeübchatte, indem ich ihm sagte, daß ich im Augenblicke meiner Landungzu Ostende dem französischen Polizeiminister die Gründe, durchwelche ich mich bewogen sähe, im Auslande zu bleiben, mitgccheilr,zu gleicher Zeit aber auch den Minister der Polizei in den Nieder»landen schriftlich ersucht hätte, mir ganz kurze Zeit den Aufenthaltin Brüssel zu gestatten. Als ich nun in nu lenanncer Stadt desAbends sehr spät, frei und ohne Aufsicht a gekommen wäre, seies mein Erstes gewesen, Sr. Excellenz hiervon Nachricht zu geben.