Druckschrift 
11 (1824)
Entstehung
Seite
176
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zu scyn und meine Freiheit wieder erlangt zu haben; aber Ich be-trog mich abermals. Jetzt begannen Verfolgungen anderer Art;doch darf ich in keinem Falle mich über die ersten Momente beklagen.

Es kam, ohne daß ich weiß, wie man mich erkannt hatte, einBeamter der Lokalbehörde zu mir in das Wirthshaus, um mir zusagen, er habe Befehl, mich unter Aufsicht zu halten und fühlesich hierbei verpflichtet, mich zu fragen, wie ich wünsche, daß dieserFormalität Genüge geleistet werden möchte. Seit langer Zeit schonwar ich nicht mehr an eine so höfliche Manier gewöhnt. Ich be- !merkte das sogleich, mit dem Hinzufügen, daß ein solches Verfahren !bei mir hinreiche, um mich mit vollem Vertrauen dem hinzugcben,was er über mich verfügen wolle. Seine Höflichkeit führte dieVerlängerung eines Gesprächs herbei, worauf er recht begierig zu ^

seyn schien und bald sagte er nun, er müsse mir doch eine Frage !

vorlegen, die allerdings vielleicht unbescheiden oder übel angebrachtzu seyn scheine, er könne aber dem Verlangen nicht wiederstehen, zuerfahren, ob cs den» wahr sei, daß ich Napoleon verlassen hätte,weil das Unglück diesen in dem Grade erbittert habe, daß unmög-lich sei, ferner bei ihm zu leben. Die englischen ministeriellen !

Blätter hätten hundert Fabeln über mich enthalten, von denen im- !

mer eine lächerlicher sei, als die andere. Ich antwortete ihm lä-chelnd:Mein Herr! wenn mir von Napoleon das geringste Leidwiederfahren wäre, wenn ich den geringsten Grund zur Beschwerdegegen ihn hätte, so würden Sie jetzt schwerlich eine Aufsicht übermich zu führen haben; ich würde wohl nirgends solchen Mißhand-lungen ausgrsetzt seyn." Das sei rufte er jetzt aus, indem ersich die Stirne rieb eine Antwort, die er sich allerdings lclckrselbst hätte geben können und er zeigte sich von nun an noch lieb,reicher gegen mich. Da er übrigens von mir vernahm, daß ich dieAbsicht habe nach Brüssel zu gehen, so legte er mir keine andereBedingung meiner vollkommenen Freiheit auf, als daß ich nichtohne sein Vorwissen abreisen möchte, wobei er zugleich versicherte,daß binnen vier und zwanzig Stunden schon ein Beschluß über >mich eintressen müsse, da rin Kourier an den Gouverneur der Pro-vinz abgefertigt worden wäre, der schnell zurückkehren und mir wahr-schrinlich die Nachricht von meiner völligen Freiheit mitbringen würde.

Ich wendete diesen Zwischenraum dazu an, an die Polizeiminhster von Frankreich und den Niederlanden I» Betreff meiner gegen-wärtigen Verhältnisse zu schreiben.