Druckschrift 
11 (1824)
Entstehung
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einem Vornehmern als Sie sind, in England oder sonst aus demContinrnre, vernachlässigt haben würden und mit wem hattenSie es gleichwohl zu thun? Sie wurden nicht angenommen.So war denn gleich der erste Schritt, den Sie thaccn> Sie wer.den bas zugebcn müssen nicht glücklich. Allein die vorgefaßteMeinung, welche wir von Ihnen hatten, war Ihnen so günstig,daß wir unö gern einbildeten, daß, da Sie erst auf der Insel ge-landet wären, jemand diesen Umstand boshafter Weise benutzt habe,Sic mit einer Beleidigung aufcreccn zu lassen. Einige Tage spä.ker besahen Sie sich das Etablissement und rühmten gegen einenvon unS die Schönheit des Ortes, der doch für unS nur ein Auf.enthalt der Verzweiflung scyn kann. Man machte Ihnen bemerk«lich, daß es ganz an Schatten mangle und dies für den Kaisereine große Entbehrung sei). Man zvird Bäume pslanzen,antworteten Sie. Eo waren dies vier schreckliche Worte! aber ichwill jetzt gern glauben, daß Sie deren gräßlichen Sinn nickt ah.rieten.

Mit Ihnen zugleich erschien sofort die Verbindlichkeit für unS,förmlich zu erklären, daß, da unser Aufenthalt auf Sankt Helenafreiwillig sei, wir uns auch ohne Weigerung alle den Beschränkun.gen unterwerfen müßten, die man uns auflegen würde. Es wardaher, ich weiß nicht durch wen und warum, daS dumpfe Gerichtverbreitet worden, daß wir durch diese Erklärung unser Exil ansLebenszeit unterzeichnen sollten. Sie werden inzwischen dennoch ge.sehen haben, mit welcher Schnelligkeit jeder, vom ersten Offiziere an,bis zu dem untersten Bedienten herbeieilte, um zu thun, was ver-langt wurde. Nach einigen Tagen kamen Sie mit der Unterschriftder Bedienten zurück. Es sei nöthig sic zu versammle», mit ih-nen zu sprechen, sagten Sie, und verlangten hierzu dcS KaisersGenehmigung. Ich antwortete Ihnen, Sie hätten Macht und Ge«Walt zu handeln, wie Sie es für gut fänden; aber es sei unnütz, erst anznkündigcn und Überbein liege darinnen noch eine Bclei«digung mehr, denn wir hätten biö jetzt angenommen, daßdie Umgebung des Kaisers wohl ein unverletzbares Heiliglhum scynsollte. Wenn Ihre Minister zwölf Bedienten bewilligt harren, als soviel man nicht einmal verlangte, so sollten diese wohl das ihm be«stimmte Haus bilden. War eS nun wohl schicklich, sich unter siezu mengen, gleichsam die Hand zwischen dem Kaiser und seinemKammerdiener zu haben? Konnte die wichtige Sendung des Go»>verneurö von Sankt Helena wohl einen andern Zweck haben, alsüber die äußern Grenzen von Longwood zu wachen, aber das in-nere Asyl, die innere Verfassung zu respeklircn? Durfte er sieb indas Haus selbst cindrängcn? Inzwischen sahen Sie aber, wie diese