Druckschrift 
11 (1824)
Entstehung
Seite
101
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Sorgfalt seyn, wodurch man nun die sogenannte politische Noch«Wendigkeit auszugleichcn suchen muß. So spricht daS Gesetz, sospricht die öffentliche Meinung in England und die englischen Mi»Mer dürfen, als verantwortliche Depositaricn der Ehre ihrer Na-tion, sollten sie auch persönlichen Haß hegen, ihn doch nicht an dieStelle der Moralität des allgemeinen Verlangens treten lassen.

Es ist einem Manne das Commando hier übertragen (mannannte Sie hierbei, mein Herr!) der einen ausgezeichneten Rangbei der Armee hat, der sein Glück, wie man sagt, persönlichenVerdiensten verdankt, und der immer in diplomatischen Verhältnis-sen, in den Hauptquartieren der Könige auf dem Eontinence lebte;Ihm muß wohl der Name, der Rang, die Macht, ihm müssen dieAnsprüche, welche der Kaiser Napoleon machen kann, völlig bekanntseyn. Dessen öffentliche und geheime Verhältnisse mit den Sou-vcratncn , die ihn so lange Bruder nannten, die seine Freunde,seine Allürcen waren und zum Theil noch seine Verwandte sind,können ihm nicht entgangen seyn. Er muß cs fa wissen, daß eszu Chatillon nur von ihm adhing, selbst mit Zustimmung Englandsüber Frankreich zu herrschen, daß es auch späterhin ganz auf ihnankam, sich andere Länder vorzubehalten.

Dieser Mann, der aus dem diplomatischen Wolkenhimmel her-vortritt, wird dort richtige Begriffe über Menschen und Dinge ge-> sammelt haben. Nach dem Eincrnten dieser Früchte lacht er ohneZweifel über jenen Schwall von Verläumdungen und Schmäh-schriften, welche Furcht und Politik nur für bas gemeine Volkgeschaffen haben. Unter diesen Umständen würde er gewiß eineMission nicht annehmcn, die mit diesen seinen Begriffen nichtim Einklang seyn könnte, und deren Zweck nicht dahin ginge,unser letziges Loos zu verbessern. Schon daß er es ist, welcherkommen soll, muß uns die schönsten Erwartungen in Hinsicht derNatur seiner Instruktionen geben. Haben Sie mir nickt ge-sagt, daß er bei Champ Aubert und bei Montmirailmit gewesen ist? fragte einst der Kaiser Wir habenalso Äugeln mit einander gewechselt. Das ist in mei-nen Augen immer ein schönes Verhältnis So wardie Stimmung, in welcher wir Sir Hudson Lowes Ankunft entge-gen sahen.

Sie trafen jetzt ein, mein Herr! und Ihr erstes Erscheinen inLongwood erfolgte zu einer unschicklichen Stunde, zu einer Stunde,in welcher der Kaiser nie jemand annahm. Keiner Ihrer Adju-tanten war vorher gekommen, um sich nach der Zeit zu erkundi-gen, die ihm dazu angenehm seyn möchte eine Formalität, wel-che Sie gewiß bet keinem Zhrcr Minister, nicht einmal bet irgend