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Sie »ließen dieselbe nicht statt finden und Ich suchte sie eben sowenig. So ist mir denn, bei manchen noch hinzukommendcn de«sondern Umständen, der Gedanke geblieben, daß Sie eigentlich IhreStellung zu Longwood gar nicht kennen, oder daß Cie so manchesUnrecht, das Sie gegen unS haben, nicht einmal ahnen. Es hörthierdurch allerdings nicht auf, aber eS verschwindet doch in meinenAugen der gehässigste Theil desselben — die böse Absicht.
Ich habe mir seitdem vorgenommcn, die Muße meiner Verhafttung dazu anzuwcndcn, Sie damit bekannt zu machen. Meine Si-tuacion, so wie der Augenblick sind dazu höchst günstig. Ich werderuhig und ohne alle Leidenschaft schreiben. Ich werde hier nichtdie Galle haben, die ich in Longwood. ehe ich Sie hier sah, hatte;übrigens wird, was ich schreibe, nur meine persönliche Meinung, cswerden meine Bemerkungen nur die eines einzelnen Menschen, vonWahrheitsliebe cingegeben und soll ich es wohl sagen? (urcheilcnSie ob ich gerecht bin) von einer Art von Interesse für Sie selbstcingegeben seyn; denn der Zwang, den Sie jetzt gegen mich ver-hängen, hindert mich doch nickt daran, die Rücksichten zu unter-scheiden, womit Sie denselben verbinden. Lesen Sie aber auch selbstmit Ruhe, mein Herb! Bedenken Sie, daß, was ich unsereBeschwerden nenne, Ihr Unrecht ist, es mag nun wahr oderbloö scheinbar seyn; daß ich sie, wie ich in meinem Tagebuchethat, mit der größten Freimüchigkeit niederschreibe und als ob Siemeine Schrift nie lesen sollten-
Wenn ich mich in einzelnen Dingen vielleicht irren sollte, sobedenken Sie giftigst, daß Sie mir alle meine Papiere weggenommenhaben, daß mir alle Urkunden fehlen und ich nun bloS aus demGedächtnisse schreibe, auch gern bereit bin, jeden wesentlichen Fehlerabzuändern, den Sie mir Nachweisen möchten.
Ich sänge ganz von vorne an.
Ein mächtiger Fürst wird durch Vcrrarh deS Schicksals und derMenschen im höchsten Besitze seiner Macht plötzlich vom Throne ge-stürzt, seiner Freiheit beraubt und auf einen mitten aus dem wei-ten Occane hervorragenden Felsen geworfen. Alles dies geschiehtmit so reißender Schnelligkeit, daß der Beschluß vollzogen ist, eheer noch mit Ordnung gefaßt war. Wir warteten daher zu SanktHelena angstvoll auf die eigentliche nähere Bestimmung unsresSchicksals, hofften aber immer dabei, das Schlimmste müsse über-ftanden seyn und waren fest überzeugt, daß unsere Lage nicht nochunglücklicher werden könne.
Europa, so sagten wir uns einander, richtet die Blicke auf un«fern Felsen und die Völker sehen auf ihrer Könige Thun. Ganzgewiß wird man verschwenderisch bei den Rücksichten und bei der