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11 (1824)
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genwartig geblieben; das war in der Ordnung. Der Großmar-schall fügte dann noch einige Aufträge hinzu, wegen Übersendungvon Büchern, besonders deS Moniteurs und einiger andrer Dinge,die dem Kaiser thcils nökhig, thcilö dock nützlich werden konnten,und schloß endlich damit, daß er mir recht bedeutend sagte, ichwürde gewiß schon immer dasjenige thun, was ich für das Bestehielte.

Es war voraus zu sehen, daß die Freundschaft des Großmar«schallS meine Leiden erhöhen würbe. Mein Scheiden ging ihm naheund er gab sich alle crsinnliche Mühe, mich zum Hicrbleibcn zubewegen. Meine Abreise sei ein Verlust für sic alle, sagte er mitder größten Zärtlichkeit, indem er sich dabei an den Gouverneurwendete; ein Verlust für den Kaiser und selbst für ihn SirHudson Lowe er werde das bald scheu. Der Gouverneur anc-wortere durch ein beifälliges Kopfnicken und beide suchten meinenVorsatz zu erschüttern. Ich begriff das von dem Gouverneur, aberich konnte die Ursache nicht errathen, welche den Großmarschall hier«bei leitete, besonders nach dem, was er mir im Namen des Kai-sers zu sagen gehabt hatte. Außer allen den übrigen vielfältigenGründen, welche mich sonzogen, kam nun noch in Betracht, daßSir Hudson Lowe, wie ich schon erwähnt zu haben glaube, seiner-seics nicht das mindeste nachgab; er behielt meine Papiere, ver-langte meine reine und vollständige Unterwerfung und ich legalisirtemithin, so zu sagen alles, was er bis jetzt gethan harte; ich auro-risirre ihn, durch diesen Vorgang, den ersten besten von uns, wiees ihm nur so einsallen möchte, nach Belieben wieder fest zu neh-me» und einzusperren. Ick durfte, ich konnte mich ohne Befehlzu so entehrenden Dingen nicht willig finden lassen und leistete da-her bcldcnmaßigen Widerstand.

Inzwischen war jedoch die Nacht eingebrochen. Der Gouver-neur bemerkte, daß es nun zu spät sei und da auch unsre letztenArrangements noch nicht getroffen waren, so verschob er die Ab-reise auf morgen und suchte mich, weil er sah, daß mir dies Kum-mer machte, dadurch zu lrösten, daß der Zroßmarschall noch ein-mal kommen solle, mich zu sehen. So glücklich cs mich nun schonmachte, meinen Kammeraden von Longwood noch einmal zu umar-men und auch nochmals Nachrichten vom Kaiser zu bekommen, soverursachte mir dennoch dieser Verzug eine wahre Pein. Er ver-längerte meinen Innern Sturm und riß meine Wunden wieder auf.Bekanntermaaßen giebt es Siege, die man nur durch die Fluchterlangt. Der, nach dem ich strebte, war von dieser Art.