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„Sir Hudson Lowe übertreibt und verdreht unaufhörlich alles,waS uns betrifft. Man hat sich unsrer Personen versichern wollenund nun denkt er, daß er uns in einen Kerker sperren müsse. Wirsollten von der politischen Welt getrennt seyn, er glaubt sich da»her gehalten, uns lebendig zu begraben. Man hielt sür nöthig,Aufsicht führen zu lassen, daß unsre Correspondenz nicht zu heim-lichen Anschlägen und Comploccen abziclcn möchte, und er erkenntdarinn die Nothwendigkcit, uns ganz in Vergessenheit zu bringenund unsre Epilienz zu vernichten. Wenn er hierinn dennoch seinengeheimen Instruktionen gemäß handelt, so paßt das nicht zu dem,was die Minister selbst im Parlemente gesagt haben, nicht zu deröffentlichen Meinung ihres Landes, nicht zu dem Verlangen allerEdeldenkendcn in ganz Europa, ihre Gesinnung sei übrigens welchesie wolle. Sie belasten ihre Verwaltung mit einer gehässigen, ganzunnützen Maasreget; die Wahrheit wird nicht verborgen bleiben,man wird empört darüber seyn und dann fragen, ob eine solcheBehandlung zu der sickern Verwahrung des Gefangenen erforderlichwar? Wenn sie aber von der andern Seite nur die Folge eineSübertriebenen Diensteifers von Sir Hudson Lowe wäre, so würdedieser Eifer sein böses Herz, seinen schlechten Charakter beweisenund sein Andenken mit Schande bedecken.
„In jedem Falle seufzen wir hier, dem Sinne und den Wor-ten der englischen Gesetze zum Trotze, unter der Tyrannei undWillkühr eines einzigen Menschen, eines Menschen, der seit zwanzigJahren keine andere Besckäftigung gehabt hat, als die Missethäterund Ucbcrläufer in Italien unter die Regimenter zu stecken, einesMenschen, der bei seiner Furcht und seiner Vorsicht keine Grenzenkennt, dessen Herz im höcksten Grade verhärtet ist und dessen Ein»biidungekraft ihn immerwährend nur Gespenster vormahlt. Diesegräßliche Lage, in welcher wir Uns befinden, ist eine traurige Folgeunsrer Verbannung an das Ende der Welt, in die weite Einödedes Lccans. Wie lange soll nur noch unsre Strafe dauern?Wenn wird sich endlich einmal die Wahrheit einen Weg zu deinenglischen Volke bahnen? Wann wird cs bis zu dem Grade deSUnwillens kommen, in welchem es das Unrecht wieder gut zu ma«chen streben wird, das es beschimpft? Sollen wir denn hülflos aufdiesem schrecklichen Felsen umkommen? Wir verursachen dem Mut-terlande so großen Aufwand und ruiniren diese elende Colonie.Sie verstrickt unfern Aufenthalt, wie wir ihr Dascyn verstricken.Und wozu soll denn bas alles helfen? — Der Kaiser sagte voreinigen Tagest sehr spaßhaft! „Wir werden nun bald das Geldstickt mehr werth seyn, waS wir kosten, und eben so wenig dieMühe, die man sich um unsertwillen giebc." Warum sollten uns