Druckschrift 
11 (1824)
Entstehung
Seite
49
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Blättern stehen ,c." Der sind diese Menschen? fragte man michund der Adjutant dielt die Feder bereit, meine Antwort nieder;»-schreiben. Ich ließ bemerken, daß ich kein Bedenken hätte, hier-auf aus freiwilliger Höflichkeit zu antworten; sobald mich aber derGouverneur etwa alö Behörde befragen wollte, wurde ich sogleichschweigen. Ich sagte sodann: Jene Worte meines Briefes wärenganz in der Allgemeinheit und ohne alle Beziehung lcichchin gesagt.Alle Welt habe sich so geäußert, wenn man uns über die sehr übelangebrachten Ausdrücke und Schilderungen trösten wollen, welchewir dann und wann, uns betreffend, unter der Ueberschrist SanctHelena in Londner Zeitungsblättern gefunden hatten. Es falle mirin diesem Augenblicke aber auch ein besonderer Fall ein. Eine^ Dame aus dem Lager, die ihm wohl bekannt sei, habe überall ver»

> sichert, daß der lächerliche Brief, der unter ihrem Namen erschienen

wäre, von ihr gar nicht geschrieben worden sei. Entweder hätten! ihre Freunde in England Veränderungen damit vorgenommen, odereS sei derselbe vielleicht in Gesellschaft vorgelesen, schlecht gemerktund dann unrichtig abgedruckt worden.

Die zweite Frage des Gouverneurs bezog sich auf meinen Pri-vatbrief. Er enthielt unter andern den Auftrag, bei dem LordHolland anfragen zu lassen, ob er die an ihn adressircen Paqucteerhalten habe? Sir Hudson Lowe fragte, was für Paquete dasgewesen wären und durch wen Ich sie ihm geschickt hätte? Er ver-doppelte hierbei sichtlich die Freundlichkeit und Süßigkeit seines Be-nehmens gegen mich, um eine befriedigende Antwort zu erhalten,gab zu, daß er kein Recht habe, mich zur Antwort zu zwingen,versicherte jedoch, daß ich dadurch allerdings meine Angelegenheit^ sehr abkürzcn und vereinfachen würde u. s. w. Ich crwiedcrte mitvieler Feierlichkeit, das sei ein Geheim» iß, und der Eindruck, dendies auf dem Gesichte Sir Hudson Lowes hcrvorbrachce, war ganzunverkennbar. Meine Worte wurden niedergeschriebcn und da ichdies bemerkte, so diklirte ich ferner, daß die Antwort, wie ich sieeben gegeben hätte, im übrigen nur Folge meiner Erziehung undLebensart sei, daß jede andere leicht Zweifel bei dem Herrn Gouverneurwürde haben erwecken können und daß cs mir nicht passend scheine,die Wahrheit meiner Angaben dem leisesten Verdachte anszusetzen,daß ich aber nun nach dieser vorläufigen Acußcrung kein Bedenkenmehr trage, bestimmt zu erklären, daß ich in meinem ganzen Lebennicht in der geringsten Verbindung mit Lord Holland gestanden habe.Dieses unverhoffte Finale war ein Theater-Coup, eine förmlicheComedicn-Scene. Unmöglich ists, das Erstaunen des Gonvcr-neurs, die Verwunderung der Offiziere, das Erstarren der Feder inder Hand dcö Protokollanten zu schildern, Sir Hudson Lowe zö-L. Cafes Tages. ll. Bd, 4