und meinem Sohne diese Worte seitdem mehrmals wiederholt undich enthalte mich eines jeden EommentarS derselben. Die Herzenaller Väccr und Mütter werden, denke ich, an dem bloßen Aus-drucke genug haben.
Dienstags am io. bis Sonntags am 15. Dezember.
Der Gouverneur begehrte bei seinen zahlreichen Besuchen anjedem Tage, immer aus dem oder jenem Grunde, ein neues Durch-suchen meiner Papiere, und ich zeigte mich dabei jederzeit überauswillfäbrig. Ich wollte mit Fleiß ihm dadurch meine Gefälligkeitund Mäßigung beweisen, erlangte aber auf diesem Wege zwar man-ches schmeichelhafte Wort, aber dennoch nicht die geringste Nach-giebigkeit. AlS er einst alle diese Paquete wieder durchwühlchatte, wurden aus Unachtsamkeit zwei derselben nicht wieder in denKoffer, worin die Papiere verwahrt lagen, eingeschloffen. Am fol-genden Tage machte ich mir das boshafte Vergnügen, ihm diesel-ben wieder zuzustellen. Er erstaunte. Man hätte glauben sollen,er werde mir diese Papiere lassen; aber er schloß sie, blos der Ord-nung wegen, wie er sagte, sorgfältig wieder ein, obschon ich ihmlachend bemerkte, daß dies ganz unnütz sey, weil er doch wohl glau-ben könne, daß wenn ich etwas davon hätte Wegbringen wollen, eSnun wohl nicht mehr darunter seyn würde. Schon am ersten Tagewar ich in den Fall gekommen, ihn darauf aufmerksam zu machen,daß mein Portefeuille, welches man in Longwood wcggenommenhatte, nicht versiegelt worden sei. Er gab zu, daß dies eine großeUnregelmäßigkeit gewesen und erkannte cs mit Danke, daß ich dieSache mit einer bloßen Bemerkung hingehen lasse. Ich hatte wirk-lich keinen andern Zweck, als ihm zu beweisen, wie weit ich davonentfernt sei, von allen den Anlässen Gebrauch zu machen, die er mirselbst gab, ihm Schwierigkeiten in den Weg zu legen; aber ichwiederhole es, daß dieses Benehme» von meiner Seite höchstensdurch einige Redensarten vergolten wurde, außerdem aber ohne allethälliche Erwiederung blieb.
Es wurde ein Verzcichniß aller Briefe meiner Londner Freundegefertigt, um in den Bureaup der Minister nachschen zu können,ob nicht einer oder der andere derselben mir auf Schleifwegen zu-gckommen sei. Ich hatte einen zweiten Brief an den PrinzenLucian angefangen und bei dem verweilte sich der Gouverneur ganzbesonders. Umsonst zeigte ich ihm, daß darin überall auogcstricken,mit Bleistift, der nun schon säst ganz verwischt war, dazu gesetzt,daß dieser Brief ja gar nichc geschrieben, eigentlich also gar nichtvorhanden sei, daß ich ihn mit gutem Gewissen abläugnen könne,