Druckschrift 
11 (1824)
Entstehung
Seite
41
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zu weihen, mir theurcr als das Leben. Aber vielleicht wird manfern von hier Mitleid mit mir haben. ES ahnet mir, daß ich zu»rückkchren werde und zwar auf eine Weise, die meine Ehre wiederherftellt und wobei ich alle mit mir nehmen kann, die mir lieb undcheucr sind, um dann mir ihnen fromm und treu das unsterblicheWesen zu umgeben, das ein ungesundes Clima, so wie Unredlichkeitund Grausamkeit der Menschen auf einem Felsen am Ende derWelt nach und nach aufreiben müssen. Sie haben, mein HerrGou-vcrneur, von Ihrem Kummer gesprochen, wir ahnctcn gar nicht, sagtenSie, welche Pein Sie zu erdulden hätten. Allein Zeder kennt undfühlt vor allem Andern nur den eignen Schmerz. Sic ahnen denTrauerflor nicht, welchen Sie über Longwood ausbreiten. Ich habedie Ehre re."

Jetzt halte die Correspondenz mit Sir Hudson Lowe einmal be.gönnen und ich blieb nun nicht mehr müssig. Ich schrieb ihm amfolgenden Tage anderweit, daß ich, in Beziehung auf meinen gest-rigen Brief, ihn auf authentische und offizielle Weise anffodcre,mich von Sankt Helena zu entfernen und nach Europa nüzuschlk-kcn. Am folgenden Tage thac ich ein Gleiches io Hinsicht aufmeine Verhältnisse und meine häusliche Lage.

! „In meinen beiden frühem Zuschriften, so meldete ich ihm,

wovon die eine wie die andere meine politische Lage betraf, hieltich es für unpassend und des Hauptgegcnstandes derselben unwür-big, auch nur ein Wort von meinen häuslichen Verhältnissen ein«fließen zu lassen; aber nun, da ich in Folge iener beiden Briefe indie Zahl der Ihnen Untergeordneten und in die Kategorie einesbloß zufällig auf der Insel befindlichen Fremden getreten zu scynglaube, stehe ich nicht länger an, Sie mit dem Schrecklichen meinereignen Lage bekannt zu machen. Sie kennen den furchtbaren Ge-sundheitszustand meines Sohnes. Sie sind gewiß durch kunstvcr«ständige Personen genau davon unterrichtet. Seit dem Augenblicke,wo das theure und heilige Band zerriss?» wurde, das unö an Long-wood fesselte, haben sich alle seine Gedanken, Wünsche und Hoff-nungen mit Heftigkeit nach Europa gewendet, und sein Uebel ver-^ schlimmere sich thcils durch seine Ungeduld, theils durch die Macht' der Einbildungskraft, und dieses sein physisches Leiden erhöht, soweit es nur möglich ist, mein moralisches, indem ich zugleich meinHerz und meinen Geist bekämpfen muß. Mit Entsetzen fühle ichmich verantwortlich, ihn mit hieher gebracht zu haben; ick erkennemeine Schuld, wenn man ihn hier zurückhält. Was soll ich derMutter antworten, wenn sic ihn von mir sodrrt? Was soll ichdem müssigen, selbst gleichgültigen Haufen sagen, der stets bereit-um Richten und zum Verdammen ist. Ich spreche nicht von »iri-