gcsctze und appellier an Ihre Tribunale. Ich bitte dabei um keineGunst, sondern verlange nur Recht und Gerechtigkeit. Ich glaube,Herr General, daß Sie zu viel Achtung für Ihre Gesetze habenund zu viel natürliches Rechcsgcfühl in Ihrem Herzen tragen, alSdaß ich Sie zu beleidigen fürchten müßte, wenn ich erst noch be.merken wollte, daß Sie wegen aller Verletzungen dieser Gesetze inBeziehung auf mich, sie mögen nun direkt oder indirekt erfolgen,verantwortlich bleiben. Ich zweifle, daß der Buchstabe Ihrer In»struktion, der Sie vielleicht veranlassen könnte, mich mehrere Monatelang hier oder auf dem Kap gefangen zu halten, Sie gegen denGeist eben dieser Instruktion schützen werde, welchen die Kraft, di«Obergewalt und die Hoheit der Gesetze in Anspruch nimmt.
„Wenn ich recht verstanden habe, schreibt Ihre Instruktion Ih-nen vor, jede zu dem Etablissement von Longwood gehörende Per-son, che Sie solche frei lassen, noch eine Zeitlang hier zu behalten.Dies kann wohl keinen andern Zweck haben, als die Verbindungen,die man mit diesem schrecklichen Kerker haben könnte, zu stören undveralten zu lassen. Nun hat aber schon die Art und Weise meinerFortschaffung hingereicht, um diesem Zwecke Genüge zu leisten. Manhat eS mir ganz unmöglich gemacht, irgend einen Gedanken, denich gehabt haben könnte, mit sortzunehmen, hat mich gleichsam ganzUnerwartet todtgeschlagen. Und wenn ich übrigertö als ein Ange-klagter, als ein Mensch der sich in Untersuchung befindet, nachEngland geschickt werde, so wird man, im Falle ich schuldig befun-den würde, gewiß Maasregcln nehmen, um dem Nacktheit, zuvorzu»kommen, den man verhindern wollte. Findet man mich aber nichtschuldig, so wird immer noch die Alien-Bill und meine frei-willige Unterwerfung unter alle, selbst willkührliche Maasregeln, dieman dcsfalls gegen mich nehmen zu müssen glauben dürste, übrigbleiben.
„Ich habe, mein Herr Gouverneur, ohne Ihr Vorhaben inBeziehung auf meine Person zu kennen, mir selbst das allerhartesteOpfer auferlegt. Nur wenige Schritte von Longwood entfernt,
trennt mich dennoch eine Ewigkeit davon. Gräßlicher Gedanke, dermein Herz zerreißt und mich ohne Unterlaß verfolgen wird! Nurerst vor wenigen Tagen haben Sie mir durch die Drohung, daßich außerdem von dem Kaiser Napoleon weggerissen werden solle,die äußerste Unterwerfung abgelockt. Jetzt können Sie mich nichtwieder zu ihm zurückschicken. Ich bin bei meiner Verhaftung, diefast unter seinen Augen erfolgte, beschimpft und kann von nun annicht mehr ein Gegenstand des Trostes für ihn seyn. Der Anblickeines so entehrten Mannes könnte nur schmerzliche Erinnerungen inihm erregen. Und gleichwohl war, ihn zu sehen, mich seiner Pflege