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ken gewesen. „Ich sage Ihnen das, äußerte ick, weil Sic michfragen, obschon ich darauf wenig Wcrch lege." Er war jetzt imhohen Grade auf diejenigen erzürnt, welche den Auftrag erhaltenhatten uns cinzurichcen, und schickte uns nun das Essen aus seinerKüche in Plantationhouse, das zwei Stunden entfernt liegt, biSman für unsre Bedürfnisse besser gesorgt hatte.
Da wir uns nun einmal in diesem neuen Gefängnisse befanden,so mußten wir auf Beschäftigung denken, um die Langweile zuvertreiben. Ich theilte die Stunden ein, uni den Tag auszusüllen,gab regelmäßig meinem Sohne Unterricht in Geschichte und Ma-thematik, dann wurde gelesen und in den Zwischenräumen gingenwir innerhalb unsers Bezirks umher. Für Sancc Helena war der-Ort nicht unangenehm, es gab dort einiges Grün und mehrereBäume, eine Menge von Hühnern zur Consumlion in Longwood,auch Perlhühner und anderes großes Geflügel, das wir bald an unslockten. Gefangene sind sinnreich und mitleidig. Des AbendSwurde im Kamin Feuer angezündct, ich erzählte meinem Sohne Fa-miliengeschichten, machte ihn mit meinen häuslichen Angelegenheitenbekannt, nannte ihn die Namen derer, die mir im Leben sieb irgendwohlwollend erwiesen oder mir besondere Dlenlte erzeugt hatten undlies sie von ihm aufschreibcn.
Im Ganzen waren unsre Tage traurig und melancholisch, aberdoch ruhig und daher nicht ganz ohne eine gewisse Annehmlichkeit.Ein Gedanke, der uns nie verließ, war uns aber höchst schmerzlich.Der Kaiser war in der Nähe, fast vor unfern Augen, und doch be-wohnten wir zwei verschiedne Welten; die Trennung war so geringund doch hatte alle Mittheilung aufgehörc! Dieser Zustand hatteetwas Schreckliches. Ich war nicht mehr bei ihm — und eben sowenig bei den Mcinigen, die ich ihm zu Liebe verlassen hatte; waSblieb mir denn nun noch übrig? — Mein Sohn theilte diese Ge-fühle ganz; der gute Junge, der bei seinem jugendlichen warmenBlute über unsre Lage ganz außer sich war, erbot sich in einemsolchen lebhaften Momente, die nächtliche Finsterniß zu benutzen,um die Schildwachen zu täuschen, dann über die Abgründeund jene steilen Hohen zu klettern und sich bis zu Napoleon zuschleichen und mir, wie er gewiß versichere, noch vor TagesanbruchNachricht von ihm zu bringen. Ich suchte ihn zu beruhigen, dennwenn seine Unternehmung auch ausführbar gewesen wäre, würde esdoch nur ein persönliches Interesse befriedigt haben, hätte aber dabeidie aller nachtheiligsten Folgen herbeiführcn können. Der Kaiserhatte mit mir so oft und so viel gesprochen, daß ich nicht glaubte,daß er mir etwas zu sagen haben werde, und wäre der Versuchmeines SohneS entdeckt worden, was für ein Lärmen hätte man