Druckschrift 
11 (1824)
Entstehung
Seite
37
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nicht erhoben, welche Wichtigkeit hätte der Gouverneur der Sachegegeben, welche verkehrte Dinge hätte man erfunden und vorgebrachc!

Sonntags am 1. bis Freitags am 6. December.

Inzwischen verstrichen die Tage unsrer Gefangenschaft, ohne daßder Gouverneur, ob er uns schon fortan oft besuchte, von Geschäf-ten sprach; nur hatte er durchblicken lassen, daß unser Aufenthaltauf der Insel in diesem abgesonderten Zustande, sich wohl bis ausdie Ankunft von Antworten aus London verziehen könne. Gegenacht Tage waren nun schon verflossen, ohne daß man die mindesteSpur einer wcitern Entwickelung der Sache entdecken konnte. Die-ses passive, unlhäligc Verhalten war nicht in meiner Natur. DieGesundheitöumstände meines Sohnes waren mitunter höchst beunru-higend. Von aller Gemeinschaft mit Longwood ganz adgcschnilten,blieb ich gänzlich mit mir selbst allein. Ich dachte über meine Lagenach, entwarf einen Plan und nahm meine Parthie. Ich wähltedaS Aeußerste und dachte, wenn cS von dem Kaiser genehmigtwürde, könnte es wohl Nutzen bringen, im Falle er es aber nichtwolle, so wäre ja nichts leichter, als zurückzutreten. Ich schriebhierauf dem Gouverneur nachstehenden Brief:

Mein Herr Gouverneur! In Folge einer Schlinge, die mirmein Bedienter gelegt hat, bin ich am 25stcn dieses Monatö vonI Longwood entführt worden, und man hac dabei alle meine Papierei in Beschlag genommen. Ich hatte allerdings die Beschränkungenübertreten, denen ich mich unterworfen habe. Sic haben aber inBeziehung auf diese Beschränkungen mir weder mein Ehrenwortabverlangt, noch sonst deren Beobachtung von meiner Delikatesseabhängig gemacht; denn in diesem Falle waren sie mir gewiß hei-lig gewesen. Sie haben bloß Strafen auf die llebcrcretung gesetzt,und auf diese hin habe ich cs gewagt; Sie haben dann diese Be-strafung nach ihrer Fantasie bestimmt, und cs ist von mir nichts da-gegen eingewcndct worden. BiS hicher ist alles in der besten Ord-nung; aber die Strafe muß doch ihre Grenzen haben, wenn daSVergehen nicht grenzenlos ist. lind was ist denn nun eigentlichgeschehen? Zwei Briefe sind ohne Ihr Wissen abgcschickt wor-den. Der eine an den Prinzen Lucian, enthalt die Erzählung des»

^ scn, waS wir erfahren haben. Er würde durch Ihre Hände gegan-gen scyn, hatten Sie mir nicht sagen lassen, daß wenn ich meineCorrespondcnz in der bisherigen Maaße forisetzte, Sie meine Ent-fernung vom Kaiser anbcschlcn würden. Der zweite ist nichts alseine freundschaftliche Mitiheilung. Inzwischen hat dieser Vorfallveranlaßt, daß all« meine Papiere sich in Ihren Händen befinden.