Druckschrift 
1 (1828)
Entstehung
Seite
266
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daß nach zwei Stunden schon Griso zurück nach demSchlosse seines Herrn laufen und ibm hintcrbringenkonnte: Luzia und ihre Mutter seyen in einem Klosterzu Monza, Renzo habe seine Straße bis nach Mailandverfolgt. Don Rodrigo hatte eine teuflische Freudeüber diese Trennung, und die schändliche Hoffnung zuendlicher Erreichung seiner Absichten lebte wieder vonNeuem in ihm auf. Die ganze Nacht durch sann ernach, und früh des Morgens stand ec mit zwei Planen,einem festgestellten und einem entworfenen, auf. Demersten gemäß mußte Griso ungesäumt auf den Wegnach Monza, um Näheres über Luzicn zu erfahrenund wie man ihr bcikommen möge. Er ließ also denBiclgetreuen rufen, händigte ihm die vier Scudi ein,lobte nochmals das Geschick, mit dem er sie erwarb,und gab ihm den neuen Befehl.

„Herr—" sagte Griso zögernd.

„Nun? Hab'ich nicht deutlich gesprochen?"

„Könnt Ihr Niemand anders schicken — ?"

„Gnäd'ger Herr, ich bin bereit, mein Lebe» fürEuch aufzuopfern, es ist meine Pflicht; aber ichweiß auch, daß Ihr Eure Leute nicht muthwillig preis-geben wollt."

„Nun?"

„Euer Gnaden weiß, daß ich ehedem manchmalbin durchgepcilscht worden, und — hier stehen wirunter Eurem Schutze, wir sind eine ganze Schaar, der