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denheit mit dem frommen Gemüthe der Tochter ans.Der Fürst hatte in der peinlichsten Erwartung ge-schwebt, lebte bei dieser Nachricht wie von Neuemauf und, seiner gewohnten Würde uneingedenk, lief erbeinah auf Gertruden zu, und überhäufte sie, voll derherzlichsten Freude und wirklich aufrichtiger Zärtlich-keit, mit Lobsprüchen, Liebkosungen und Versprechun-gen. Wir lassen Gertruden allein mit ihrer Beglei-terin von einem Orte zum andern, einer Vergnügungzur andern schwärmen und folgen eben so wenig demmonotonen Gange ihrer Gefühle und Schmerzen wäh-rend dieser ganzen Zeit. Die Schönheit der Gegend,die stets wechselnden Gegenstände, das stete, heitereLeben in freier Luft, machten ihr den Gedanken anden endlichen Ort ihrer Bestimmung, in den sie sichauf immer begraben sollte, immer unausstehlicher.Schmerzlicher noch berührten sie die Festlichkeiten undVergnügungen der Stadt.
Der Anblick einer Braut, im gebräuchlicheremSinne des Worts, erregte ihr fast unerträglichen Neidund Kummer, und sah sic hie und da gewisse Andere,so empfand sie wohl, daß cs das höchste Erdenglückseyn müsse, so genannt zu werden. Die Pracht derPalläste, der Schimmer von Edelgestein, das festlicheGewimmel und Geräusch der Eonversationen flößtenihr manchmal solche Trunkenheit der Sehnsucht nacheinem zwanglosen Leben ein, daß sie sich fest versprach,zurückzutreten und lieber alles zu erdulden, als sich