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1 (1828)
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theils Reue über ihren Fehler und schwärmerischerReligionseifer; andernlheils ihr, von dem Benehmender Kammerfrau, die freilich oft von ihr gereizt sich damit rächte, sie entweder mit der angedroh-ten Strafe zu fürchten zu machen, oder mit der Er-wähnung ihres Vergehens zu beschämen, hochaufge-regtcr und beleidigter Stolz. Denn wollte sich jeneeinmal gütig erzeigen, so nahm sie einen so anma-ßenden, herablassenden Ton an, der noch weit schlim-mer als der der Beleidigung war.

Durch alles dieß ward Gertrudens Verlangen, sichden Klauen dieser Frau zu entziehen und zu einerHöhe zu steigen, auf welcher sie über ihrem Zorne undMitleid stehe, so heiß und dauernd und dringend,daß ihr alle darum auszustehcnde Leiden außer Be-tracht schienen.

Gertrud mochte aufdicsc Weise etwa vier oder fünflange Tage eingckerkert verlebt haben, als sie einesMorgens, außergewöhnlich erbittert und außer sichüber eine Handlung ihrer Wächterin, sich in einenWinkel ihres Zimmers setzte und, das Gesicht in dieHand gestützt, eine Zeit lang mit ihrer Wuth kämpfte.Sie fühlte das stärkste Verlange», andere Menschen zusehen und zu hören, mit ihnen freundlichen Umgangzu pflegen, dachte sie aber an Vater, Familie, wand-te sie sich erschrocken davon ab. Aber sie dackte wieder,daß es doch nur von ihr abbänge, sich alle zu befreun-den, und empfand plötzliches Entzücken. Jhre Gedan-