Dienste der Vater - Kapuziner in Anstwuch nehmen,und " — hier lächelte sie mit durchscheinender Bitter-keit und Spott — „ sind wir denn nicht Brüder undSchwestern?"
Sie rüste eine Laienschwester herbei, von denenihr, aus ganz besonderer Auszeichnung, zweie zur Be-dienung beigegebcn waren, hieß ihr, der Aebtissindas Geschehene hinterbringen und ließ sodann dieSchaffnerin kommen, mit der das Nöthige verabre-det wurde. Sie entließ sie, nahm vom Pater Ab-schied, und Luzia mußte bei ihr bleiben. Der Paterging mit Agnesen bis zum Thore, gab ihr unterwegsnoch neue Vcrhaltungsregeln und ging, um allesseinem Freunde Christoforus zu schreiben.
„ Was die Signora doch wunderlich und neugie-rig ist!" dachte er bei sich, „ aber wer wird es wagen,ihre Art und Weise anzugreifen ? Sie thut doch, wassic will. Mein guter Ehristoforus laßt sich gewißnicht träumen, daß ich ihm so gut und schnell diente.Der wackere Mann! Er hat doch nimmer Ruhe;immer muß er etwas zu sorgen haben; aber er fördertdas Gute. Es ist gut für ihn, daß er diesmal einenFreund fand, der ohne Geräusch und Aufenthalt undviele Umstände alles im Nu nach seinem Wunschevollzog. Er wird zufrieden seyn, Bruder Ehristo-forus, und einfehen, daß auch wir hier zu etwasnütze sind." —
Die Signora hatte in Gegenwart des bejahrten