Druckschrift 
1 (1828)
Entstehung
Seite
186
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wert habe, auf. Renzo sprang ans Land, half Ag-nesen, dann der Tochter hinüber, und alle Drei dank-ten traurigen Sinnes dem Fahrmanne. Nicht doch,nicht doch," entgegnete er,,wir sind ja auf derWelt, um einander beizustehen!" Er zog fast unwil-lig und als ob man ihm etwas Schlechtes zumuthe, dieHand zurück, als Nenzo ihm eine Anzahl Heller vondenen zustecken wollte, welche er diesen Abend mitsich genommen halte, um den Pfarrer, wäre derAnschlag gut abgelaufen, für seine unfreiwilligenDienste großmüthig zu belohnen. Ein Baroccio *)wartete ihrer. Der Führer grüßte sie, ließ sie ein-steigen, trieb sein Pferd mit Wort und Peitschenhieban und fuhr davon.

Bald nach Sonnenaufgang erreichten sie Monza,das Ziel der Reise. Der Führer hielt vor einemGasthause, dessen Wirkh er kannte, verlangte ein Zim-mer für die Reisenden und begleitete sie dahinauf;aber auch er wollte gleich dem Schiffer, im Hinblickeauf einen ferneren, überschwenglichen Lohn, von kei-nem irdischen etwas wissen und floh beinahe fort, umsein Pferd zu besorgen.

Nach einem Abend, wie der vorhergehende, undeiner in Trauer und steter Angst vor irgend ei»

*) Ein Baroccio ist ein zweirädriger < kleiner Wagen,dessen» man ssch jetzt besonders ln den Gebirgsgegen-den Italiens zur Foctschaffuug bedient.