Druckschrift 
1 (1828)
Entstehung
Seite
144
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Pater EhristoforuS von Allem zu unterrichten. Balddarauf wandcrten auch die anderen Bravi einzeln abund zuletzt Griso, und in der Dämmerung trug manihnen eine Sanfte in das Gebäude nach. Als siealle daselbst versammelt waren, entsandte Griso dreiMann nach der Schenke des Orts. Einer mußte sichan die Thüre stellen und auf den Weg Acht haben, bisdaß alle Dorfbewohner sich nach Hause begeben hat-ten. Die beiden anderen spielten und tranken drinnenund hatten überdies den Auftrag, was es etwa zuwissen gäbe, auszukundschaften. Griso selbst verhieltsich mit dem Hauptlrupp ruhig in dem Hause. Deralte Diener rannte noch seines Weges, die drei Bravikamen auf ihrem Posten an, und eben sank die Sonne,als Renzo zu den Frauen trat und sagte: Tonio undGerasius warten draußen, ich gehe mit ihnen nachder Schenke, um zu Abend zu essen, und sobald sie dasAve Maria lauten, kommen wir und holen Euchab. Nur Muth, Luzia! Ein Augenblick und Alles istvorüber!"

Luzia seufzte und erwiederte: „Ach ja, Muth!"mit einer Stimme, die ihre Worte Lügen strafte. AlsRenzo und seine Begleiter in dem Gasthause ankamen,fanden sie den einen der Kerle schon als Schildwachean der Thüre. Er hatte den Eingang halb versperrtund lehnte an der Thürpfoste mit kreuzweis über derBrust verschränkten Armen, indem er bald rechts baldlinks schielte und bald das Weiße bald das Schwarze