dem er sich ehrerbietig und mit einer prahlenden Be-wegung verneigte und ging. Der Morgen verstrichmit Durchspähen des Dorfes. Der scheinbare Bett-ler, welchen sich in die Hütte Agnesens geschlichenhatte, war Niemand anders als Griso, der sich in ihrorientiren wollte. Die Wanderer waren seine saube-ren Genossen, denen eine oberflächlichere KenntNiß desOrts genügte. Als sie ihren Zweck erreicht hatten,ließen sie sich nicht mehr sehen und kehrten heim,um nicht zu viel Verdacht zu erwecken. Griso legteauf dem Schlosse vom Geschehenen Rechenschaft ab,traf die letzten Anordnungen und ertheiür-einem Je-den seine Nolle. Dies Alles konnte nicht geschehen,ohne Laß der auf alles merkende alte Diener ge-,wahrte, es müsse etwas Entscheidendes im Weckeseyn. Nach vielem Horchen und Fragen schnappte erhier und da etwas auf, erläuterte sich selbst das Feh-lende und kam so ziemlich mit sich über das ins Klare,was in der Nacht vor sich gehen solle. Aber die Nachtselbst war auch schon nicht mehr allzufern, die ersteAbtheilung der Bande schon ausgezogen, um sich injenem entlegenen und verrufenen Hause auf die Lauerzu legen.
Obgleich der arme Greis wohl fühlte, auf welchgewagtes Spiel er sich einlasse, so wollte er dennochsein Wort halten, verließ, unter dem Vorgeben, einwenig frische Luft zu schöpfen, das Schloß und begabW in allergrößter Eile nach dem Kloster, um den