besondere Wichtigkeit hatte. Der Andere glaubte, als.Nobile, nicht nöthig zu haben, auszuweichen. DerFall war ungewiß. Sie schritten, dicht an der Mauer,aufeinander zu. Als sie sich erreicht hatten, maßder Nobile Ludoviko'n von oben bis unten und sagteverächtlich: „ Ausgewichen!"
„Weicht Ihr aus," riefLudoviko „ich habe esnicht nöthig!"
„ Wenn Ihr meines Gleichen begegnet, ist es im-mer Eure Pflicht!"
„Ja, wenn der Hochmuts, Eures Gleichen miretwas gälte! " — Sie blieben mit wilden Blickengegen einander stehen, und griffen zu den Dolchen.Die Vorübergehenden hielten sich, auf den Ausgangbegierig, in einiger Entfernung. Ihre Anwesenheitreizte beide Feinde nur noch mehr auf.
„Weich aus, du schlechter Kaufmannsbengel!oder ich willDich lehren, wie man sich gegen Edelleutezu benehmen hat!"
„Du lügst, wenn Du mich schlecht nennst!"
„Du lügst, wenn Du mich Lügen strafst! undwar'st Du Kavallier wie ich, so wollte ich Dir mit demDegen beweisen, daß ich Recht habe!"
„Ein guter Vorwand, die Dummheit DeinerReden nicht mit der That zu vertreten!"
„ Werft den Schurken in den Koth!" rief derNobile seinen Leuten zu.
„Das wird sich finden," sagte Ludovißo, indem
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