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muthigt wie Renzo war, so ließ er sich doch, wie jederUnglückliche, von neuer Hoffnung wieder etwas auf-richten. „Und hat der Pater," rief er, „auchkeinen Ausweg, so will ich ihn doch auf eine oder dieandere Art verschaffen!"
Die Frauen predigten Frieden, Geduld undKlugheit.
„Morgen," sagte Luzia, „kommt Pater Chri-stoforus sicherlich, und Ihr werdet sehen, erbringtHülfe, von der wir uns nicht träumen ließen.
„Ich will's hoffen," sagte Renzo," in jedemFalle werde ich mir aber Recht zu verschaffen wissen.Recht muß doch Recht bleiben!"
So verging der Tag und die Dämmerung brachan. „Nun gute Nacht," sagte Luzia traurig zuRenzo, der gar nicht fortkommen konnte.
„Gute Nacht!" sagte er noch trauriger.
„ Unsere Heiligen werden helfen," erwiederte sie,„sey nur klug und vertraue." Auch die Muttergab noch gute Rathschlage, und so ging denn endlichder arme Bräutigam mit stürmischen Herzen davonund murmelte in einem fort bei sich die Worte:„ Recht muß doch Recht bleiben!" So wahr ist es,daß die Vernunft im Schmerze untcrgeht.