leicht war's eben n,ur, seine Armuth, auffallendereKleidung und demülhigereS Benehmen, was ihn derBerchrung und dem Hasse verschiedenartiger Meinun-gen naher brachte. Als Fra Gaidino fort war,, riefAgnes aus: Ums Himmels Willen, welcher HaufenNüsse, in einem so unfruchtbaren Jahre !"
„Vergieb, liebe Mutter," antwortete Luzia,„hatten wir nicht mehr wie andere gegeben, so hatteFra Galdino noch wer weiß wie lange Herumlaufeismüssen, che sein Sack voll gewesen wäre und er hättedann wohl über allem Deinen Geschwätz meine Bittegänzlich vergessen!"
„Nun, nun, Du hast wohl daran gcthan, unddann lohnt sich ja Barmherzigkeit immer tausendfäl-tig!" sagte Agnes, die bei allen ihren Fehlern im,Grunde seelengut war, und der einzigen, vielgeliebtemTochter eigentlich in Nichts zürnen konnte. ,
Renz» kam mit zorn- und schaamerglühetemGesichte zurück und warf die vier armen Thiere—heuteihre letzte Marter—heftig auf den Tisch. „Habt mireinen schönen Nach gegeben, mich zu einem schönenKerle geschickt! —Ja der ist wahrhaftig der ArmenTrost und Hülfe!" — Er erzählte seine Abentheuerbeim Doktor; doch die traurige Alte wollte dennochbehaupten, ihr Rach sey gut gewesen, und Renzo ha-be nur nicht verstanden, die Sache von der rechtenSeite anzugreifen. Luzia unterbrach sie mit der Cc-klarung ihres sicher wirksameren Mittels, und, so ent-