führte er sie zum Speicher, öffnete die Thüre, gehrnach dem Winkel, wo die Nüsse lagen und, was findeter da statt ihrer? — Einen Haufen welker Nussblatter!— Das Kloster gewann dabei, denn nach diesem Er-eignisse waren die Spenden der Nusserndte so groß,daß der Bruder Sammler sie gar nicht fortbringenkonnte, und ein Mildthätiger dem Kloster einen Eselzu diesem Behufe schenkte. Oel wurde in so reich-licher Menge daraus gelöst, daß jeder Arme sein Be-dürfnis bei uns stillen konnte, denn wir sind wie daSMeer, das von allen Seiten empfangt und giebt."
Hier erschien Luzia wieder. Sie hatte die Schürzebis oben an gehäuft voll Nüsse und konnte sie kaumertragen. Fra Gakd'ino öffnete den Sack, hielt ihndar und empfing die reichliche Spende. Die Muttersah Luzien erstaunt und unwillig wegen ikrer Ver-schwendung an, Luzia gab ihr aber einen Wink, mitdem Bedeuten, sie werde sich rechtfertigen. Fra Gal-dino konnte gar nicht enden mit Lob und guten Wün-schen, Versprechungen und Danksagungen, nahmseinen Sack wieder auf die Schultern und ging. Lu-zia rufte ihn zurück. „ Wollt Ihr mir wohl einenGefallen erzeigen," sagte sie, „und dem PaterEhristoforus sagen: ich habe recht nöthig, mit ihm zusprechen und ließe ihn um die Gnade bitten, so schnelles ihm möglich sey, zu uns zu kommen, weil ich nichtzur Kirche gehen könne."
„Herzlich gern!" erwiederte der Mönch, „spa-