Druckschrift 
1 (1828)
Entstehung
Seite
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wieder abgelegt und saßen in ihrem alltäglichen Anzugeschluchzend und seufzend in der Stube.' Agnes sprachviel von dem großen Erfolge der Rathschlage des Dok-tors, Luzia erwähnte den Pater Christoforus als einenMann, der mit Rath und That jedem Armen bei-stehe, und es sey gewiß heilsam, ihn von Allem zu unter-richten. Agnes gab ihr Recht und sie besprachen,wie ihre Absicht am besten auszuführen sey. Heutenoch nach dem zwei italienische Meilen entferntenKloster zu gehen, würde Tollheit gewesen seyn. In-dem pochte es an die Thüre und gleich darauf erschollein leises aber festes Dsu grstia»! Luzia vermuthctete,wer cs sey, öffnete, und alsbald trat ein Bettel-mönch herein, seinen Quersack über die linke Schul-ter gehangen, und die beiden Enden mit der Handüber der Brust fesihaltend. Ach, Fra Galdino!"riesen Mutter und Tochter.Der Herr sey mitEuch," sagte der Bruder,ich komme zur Nuss-erndte."

Hole die Spende fürs Kloster," sagte Agnes.Luzia stand auf und ging ins Nebenzimmer; ver-weilte aber einen Augenblick hinter Fra Galdino undgab der Mutter, indem sie den Finger auf den Mundhielt, einen zärtlich bittenden, aber auch fast befeh-lenden Wink, zu schweigen. Der Mönch blinzelteAngnesen von fern an und sagte:sollte nicht heuteHochzeit hier seyn? Ich habe schon im Dorfe so ein