„Und was soll ich Luzien sagen?"
„Daß es ein Jrrthum meinerseits ist."
„Und was wird die Welt dazu sagen ?"
„Sage ihr nur, ich habe den Fehler begangen,aus zu großer Eile, aus zu gutem Herzen. Schie!,Alles auf mich'! — Nun, kann ich denn mehrthun? also geh, auf eine Woche!" —
„Und dann wird's keine Hindernisse mehr ge-ben?" - .
„ Wenn ich Dir sage."
„Gut, ich will mich noch eine Woche gedulden,ist aber die auch vorüber, so hat das Geschwätz einEnde. Jndeß lebt wohl!"
Bei diesen Worten ging er, indem er sich nichtso tiefwie sonst vor Don Abbondio verbeugte, und ihmeinen mehr scharfen als ehrfurchtsvollen Blick zuwarf.Als er auf der Straße war und dem Hanse seinerVerlobten mürri'ch zuschritt, dachte er, so zornig erauch war, noch^ein Mal an das Gespräch mit demPfarrer und fand es immer sonderbarer. Der frosti-ge, verlegene Empfang Don Abbondio's, seine schwer-fälligen, und doch ungeduldigen Reden, die Blickeder grauen Augen, die, wahrend er sprach, immerwo anders cherum schweiften, als ob- sie sich fürchteten,mit den gesprochenen Worten zufammenzutreffen.Das erzwungene Fremdthun mit der vorher so genastbesprochenen'Hochzeit und vor allem dis einzelnenWinke und Andeutungen auf etwav''besonLercs, ohvre