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Nachdem er nun so ein wenig mit sich ins Klaregekommen war, vermochte er die Augen zu schließen;aber welche Träume! Bravi, Rodrigo, Renzo,Fußwege, Felsen, Flucht, Verfolgung, Geschrei,Flintenschüsse!
Das erste Erwachen in einer Verlegenheit ist sehrbitter. Die Seele hat zuerst immer wieder den Ge-danken an ein vorhergegangenes, ruhiges Leben. Detneue Zustand der Dinge fällt ihr dann um so unan-genehmer auf, und das Misbehagen wird für den Au-genblick unerträglich. Nachdem er ihn schmerzlichempfunden hatte, ging Don Abbondio seine Nacht-beschlüffe schnell noch ein Mal durch, bestärkte sich inihnen, ordnete sie besser, stand auf und erwartet^Renzo mit Furcht und Ungeduld.
Lorcnzo, oder wie man ihn gemeiniglich nannte,Renzo, ließ nicht auf sich warten. Kaum war dieStunde da, wo es der Anstand erlaubte, in der Pfarrezu erscheinen, als er mit dem leichten Herzen eineszwanzigjährigen Jünglings, der an diesem Tage mitder Geliebten verbunden werden soll, dahin ging. Erwar seit seinem Jünglingsalter der Eltern beraubt,und übte das Handwerk eines Seidenspinners aus,welches in seiner Familie seit langer Zeit fort.'rbte,In früheren Jahren war es sehr einträglich, dannkam es zwar in Verfall, nährte jedoch noch immerseinen Mann, der etwas davon verstand. Die Arbeitnahm von Tage zu Tage ab; da aber fortwährend Ar-