mand, noch eine» vor sich; auch da Niemand als dieBravi. Was nun thun? — Zum Umkehrcn warszu spät. Davon laufen, war nur eine Anregung zurVerfolgung. Da also an einen Ausweg nicht mehrzu denken war, so beschleunigte er seine Schritte, umdie beängstigenden Augenblicke vor der Gefahr zu kür-zen, sang mit lauter Stimme ein Liedchen, verzogsein Gesicht, so heiter und ruhig er vermochte, zwangsich selbst ein Lächeln ab und als er die beiden Furcht-baren erreicht hatte, sagte er zu sich: Nun, Gottbefohlen! und blieb vor ihnen stehen. „ Herr Pfar-rer I" rief ihn einer derselben an, indem er ihnscharf fixirte.
„Was wollt ihr?" entgcgnete Don Abbondio,von seinem Buche aufsehend und es mit beiden Hän-den vor sich hin haltend.
Der Andere fuhr mit drohendem, zornigem Blickefort: „Ihr wollt morgen Renzo Tramaglino undLucia Mondelia trauen?"
„So ists!" crwicderte Don Abbondio mit zit-ternder Stimme, „so ists! Die Herren sind Welt-leute, und wissen am Besten wie es mit solchenDingen zugeht. Der arme Pfarrer wird nicht darunigefragt. Sie machen ihre Geschichten unter sich ab,und dann kommen sie zu uns, so wie man zu einerWechselbank geht, und wir sind ihre gehorsamstenDiener!"
„ Schon gut!" sagte der Bravo leise aber befeh-