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2 (1828)
Entstehung
Seite
259
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alljahrig aus seiner Privatkasse zu nehmen, da ersich nicht für berechtigt hielt, von jenem Erbtheile zuschwelgen. Mit allem seinem EigenthUme immer derbeste, genaueste Witth, erlaubte er sich z.B. nimmer,einen Anzug früher abzulegen, als er nicht gänzlichabgenutzt Und verdorben war. Gleichzeitige Schrift-steller Versichern, er sey, bei aller Einfachheit, der vor-trefflichste Weltmann gewesen: Beides, in diesemgeschmacklosen, prunkvollen Zeitalter, gleich seltene,herrliche Eigenschaften! Damit nicht das Geringste zuSchanden werde, schenkte er selbst die Ueberbleibsclseiner frugalen Tafel an ein Armenhaus, und aufseinen Befehl mußte täglich Jemand aus demselbenin den Speisesaal kommen und sie abholeN. Fühlteman sich elwa versucht, solche Sorgen, Anzeichenkleinlicher, dürftiger, knickriger Tugend, eines in denAlltäglichkeiten des Lebens untergegangenen, keinererhabenen Entwürfe fähigen Gemüthes, zu nennen:so gedenke Man der ambrosianischen Bibliothek. ESwar Friedrich, der den Plan zu ihr und ihrem Glanz«entwarf, sie mit außerordentlichem AufwäNde vonGrund aus stiftet«, ihr die mit großer Gklehrsinw»keit und bedeutenden Kosten selbstgesammelten Schä-tze von Büchern und Münufcriptcn schenkte und, uMsie noch Mehr zu bereichern, acht Männer, die er-fahrensten, gelehrtesten, die erisindrn konnte, izu die-sem Endzwecke durch ganz Italien, durch Spanien,Frankreich, Deutschland tmd.Flandern,, nach Grie-

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