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2 (1828)
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. ^ Von Nenzo's traurigem Schicksale wußte, zu hinter-

^ ' bringen, sie zu trösten, zu Geduld und Gottvertrauen

zu ermuntern und ihnen zu sagen: daß er, der arme' " Mönch, sie nicht vergessen, ihnen bei jeder Gelegen-

^ beit helfen werde und sie von ihm durch dieses Mit-

tcl, oder ein ähnliches, allwöchentlich weitere Nachrich-^ len empfangen sollten. Ucber Renzo wußte der Bote

nichts Neueres und Bestimmteres, außer etwa der^ Gasthausscene und der ins Werk gesetzten Nachfor-

^ schungen, die zwar alle vergeblich waren, doch aber

die Auskunft verschafft hatten, daß ec sicher nach Ber-gamo gelangt sey.- Diese Gewißheit mußte Lu-j ziens Schmerz sehr lindern; ihre Thranen flößen von^ ' nun an leichter und sanfter, die geheimen Gespräche

mit ihrer Mutter waren ihr tröstlicher, und alle ihreiil- Gebete wurden zu Dankopfern. Gertrud ließ sie sehr

ö» oft in ihr besonderes Sprachzimmer kommen, sprach

«ö oft sehr lange mit ihr, nahm Antheil an des Mäd-

« ckens Natürlichkeit und Anmuth, und hörte ihre stete

ml Dankbarkeit und Segnungen mit Vergnügen. Sie

vertraute ihr sogar einen Theil nämlich den schuld-en losen ihrer Geschichte, vertraute ihr, was sie alles,

um hier zu leiden, gelitten habe, und Luziens anfäng-lichcs, scheues Staunen wandelte sich in Mitleid.A Sie fand in der Erzählung mehr als genügende

x, > Gründe, sich das Seltsame im Betragen ihrer Wohl-

thäterin zu erklären, und Agnesens Lehre über das Wesen der Vornehmen kam ihr dabei besonders zu

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