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. ^ Von Nenzo's traurigem Schicksale wußte, zu hinter-
^ ' bringen, sie zu trösten, zu Geduld und Gottvertrauen
zu ermuntern und ihnen zu sagen: daß er, der arme' " Mönch, sie nicht vergessen, ihnen bei jeder Gelegen-
^ beit helfen werde und sie von ihm durch dieses Mit-
tcl, oder ein ähnliches, allwöchentlich weitere Nachrich-^ len empfangen sollten. Ucber Renzo wußte der Bote
nichts Neueres und Bestimmteres, außer etwa der^ Gasthausscene und der ins Werk gesetzten Nachfor-
^ schungen, die zwar alle vergeblich waren, doch aber
die Auskunft verschafft hatten, daß ec sicher nach Ber-gamo gelangt sey. —- Diese Gewißheit mußte Lu-j ziens Schmerz sehr lindern; ihre Thranen flößen von^ ' nun an leichter und sanfter, die geheimen Gespräche
mit ihrer Mutter waren ihr tröstlicher, und alle ihreiil- Gebete wurden zu Dankopfern. Gertrud ließ sie sehr
ö» oft in ihr besonderes Sprachzimmer kommen, sprach
«ö oft sehr lange mit ihr, nahm Antheil an des Mäd-
« ckens Natürlichkeit und Anmuth, und hörte ihre stete
ml Dankbarkeit und Segnungen mit Vergnügen. Sie
vertraute ihr sogar einen Theil — nämlich den schuld-en losen — ihrer Geschichte, vertraute ihr, was sie alles,
um hier zu leiden, gelitten habe, und Luziens anfäng-lichcs, scheues Staunen wandelte sich in Mitleid.A Sie fand in der Erzählung mehr als genügende
x, > Gründe, sich das Seltsame im Betragen ihrer Wohl-
thäterin zu erklären, und Agnesens Lehre über das„ Wesen der Vornehmen kam ihr dabei besonders zu
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