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Sie stand aber apf der Schwelle bei Agncsett, diezwar ebenfalls, doch nicht so sehr erschrocken war, dieFassung behielt und sich die Antwort abzwang: in ei-nem kleinen Dorfe kenne ja Eines das Andere; siekenne ihn auch, könne aber so etwas gar nicht vonihm glauben, da er. ein ruhiger, stiller Mensch sey.Zuletzt fragte sie, ob er auch wirklich und wohin,entkommen sey?
„ Daß er entwischt sey, sagt man allgemein, wo-hin? weiß Niemand; vielleicht erwischen sie ihn noch,vielleicht auch nicht; geschieht es, so mag Euer ruhi-ger, stiller Mensch.
Zum guten Glücke wurde die Schaffnerin gerufenund ging. Man denke sich den Zustand von Mutter undTochter! Die guten, trostlosen Leute mußten manchenTag in dieser Ungewißheit verbringen, ihre Einbil-dungskraft führte sie auf seltsame Abwege, in Be-treff der Ursachen, Umstände und Folgen des unglück-seligen Falles, und sie sannen, jede für sich, oder leisemit einander, über die furchtbaren Worte hin undwieder. ...
Endlich, eines Donnerstags, langte ein Mannim Kloster an und fragte nach Agnesen- Es war einFischhändler aus Pescarenico, der, seiner Gewohn-heit gemäß» seine Waare nach Mailand zu Marktesühne. Pater Ehristoforus hatte ihn gebeten, wenner nach Monza käme, in das Kloster zu gehen, dieFrauen in seinem Namen zu grüßen, ihnen, was er