Die be!beir armen Frauen waren kaum im Klo-ster eingepilgert und eingebürgert, als in Monza unddeshalb auch natürlicherweise im Kloster, sich die Kundevon der Empörung in Mailand verbreitete; die Kundean und für sich begleiteten eine Unzahl der verschie-denartigsten , übertriebensten Details. Die Schafftiierin, welche gerade zwischen Kloster und Welt stand,empfing Nachrichten sowohl von innen, als von au-ßen , faßte sie mit vollen Ohren auf und theilte sieihren Gasten mit.
„Man hat ihrer zwei, sechs, acht, vier, siebeneingesteckt; sie werden gehangen, ein Theil vor demKrückenofen, der andere an der Straßenecke, unferndem Hause des Präsidenten..,.. Ja, ja, und wißtIhr wohl: Einer aus Lecco, oder der Gegend, istentwischt. Ich weiß den Namen nicht, aber es kommtdann Jemand, der ihn weiß; Ihr kennt ihn vielleicht."
Diese Nachricht, der Umstand, daß Renzo geradean dem unglücklichen Tage in Mailand angekommensey, beunruhigte die Frauen, Luzien besonders. Wieward ihnen aber, als die Schaffnerin zurückkam undsagte: „ er ist sogar aus Eurem Dorfe, der der Ge-rechtigkeit und dem Stricke entwischt ist, ein Seiden-spinner, heißt Tramaglino: kennt Ihr ihn?"
Luzia saß und säumte ein Stück Leinwand. DieArbeit siel ihr aus den Händen, sie erblich und ent-setzte sich dergestalt, daß es der Schaffnerin, wäresie neben ihr gewesen, nicht hätte entgehen können-ll. L