Druckschrift 
2 (1828)
Entstehung
Seite
160
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krönen helfen: er wollte sich Jemand zum Genossenund Verbündeten erkühren, dessen Hände oft weiterreichten, als Anderer Augen: einen Menschen oderTeufel, den oft nur die Unausführbarkeit einer Sacheantrieb, sie auszuführen. Dieses Mittel hatte jedochauch seine Gefahren und schlimmen Seiten, und warum so bedenklicher, da cs sich nicht übersehen, nichtberechnen ließ, wie weit es führen werde, hatte mansich einmal mit diesem Menschen, der zwar sicherlichein mächtiger Bundesgenosse, aber auch, als der toll-kühnste Wagehals, ein sehr zweideutiger Führer, ein-gelassen.

Solche Gedanken hielten Don Nodrigo mehreTage lang in der Wicderbekehrung; ein Entschluß,er mochte ausfallen wie er wollte, war ihm lästig.Während Dessen langte ein Brief vom Vetter an,worin derselbe meldete, daß die Mine wohl ange-legt sey. Dem Blitze folgte bald der Donner-schlag; eines Morgens kam die Nachricht: PaterEhristoforus habe das Kloster von Pescarenico ver-lassen. Dieser rasche, glänzende Erfolg, Attilio'smit tausend Possen erfüllter Brief, flößten ihmvielen Muth ein, bewirkten, daß er sich immer mehrzu dem gefährlicheren Entschlüsse neigte; den Aus-schlag gab die unerwartete Nachricht, daß Agnesein Schutz weniger für Luzien! nach Hause rückge-kehrt sey. Was diese beiden Ereignisse betrifft, sowollen wir mit dem letzteren, sie zu erzählen, beginnen.